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Classics

Ratatat

Wie sagte jemand mal so schön: Ratatat machen die richtige Musik, um sich dazu ausgehfein aufzubrezeln. Also beim schön Anfeuern mit dem ersten Bier und dem letzten Lidstrich vor dem Badezimmerspiegel. Denn Ratatat klingen tanzbar, aber nicht zwingend. Groovy und luftig. Daft Air sozusagen. Dabei ka
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Wie sagte jemand mal so schön: Ratatat machen die richtige Musik, um sich dazu ausgehfein aufzubrezeln. Also beim schön Anfeuern mit dem ersten Bier und dem letzten Lidstrich vor dem Badezimmerspiegel. Denn Ratatat klingen tanzbar, aber nicht zwingend. Groovy und luftig. Daft Air sozusagen. Dabei kann man den Sound der Band auf ihrem zweiten Longplayer vor allem auch als mutig bezeichnen. Denn wer bringt heute noch ein Instrumentalalbum mit Gitarrenstimmen raus, die vorher durch den vor allem im 80er-Metal-Bereich beliebten Harmonizer laufen. Und der Harmonizer macht seinem Namen auf den Tracks alle Ehre. Die Gitarren klingen fast wie Keyboards. Haben den Rock beinahe vollkommen ausgezogen bekommen und schmecken sahniger als Werthers Echte. So zum Beispiel im heimlichen Hit „Lex“. Die Melodie fließt ins Ohr, die Beats kicken sanft in den Bauch, alles scheint Sonne. Als wäre das Lied in goldenes Papier eingewickelt. „Classics“ ist dabei schon das zweite Album des Duos. Auf dem Debüt „Seventeen Years“ sorgte der Erfolg der gleichnamigen Single dafür, dass sich Gitarrist Mike Stroud und Multiinstrumentalist Evan Mast auf der Bühne vor Acts wie Interpol, Mouse On Mars und The Killers wiederfanden. Wohlgemerkt VOR diesen Bands. Denn Ratatat machen ja Musik für VOR der Party. Chill-on-Musik sozusagen. Und, das ist ja mal ganz klar, die ist mindestens ebenso wichtig wie die Musik, die ihr folgt.