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So war\'s Intim

Rabauke = Hooligan

24.10. Berlin Wir fahren nach Berlin heißt es doch so schön. Auch in diesem Monat sind wir mit unserem Intro Intim Paket nach Berlin und dort in die schöne Maria am Ufer gefahren. Die Mission ist ganz klar, heiße Acts auf die Bühne schaufeln und einen ausgelassenen Clubabend zu zelebrieren. DJ Rau
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24.10. Berlin Wir fahren nach Berlin heißt es doch so schön. Auch in diesem Monat sind wir mit unserem Intro Intim Paket nach Berlin und dort in die schöne Maria am Ufer gefahren. Die Mission ist ganz klar, heiße Acts auf die Bühne schaufeln und einen ausgelassenen Clubabend zu zelebrieren.

DJ Raubauke, den die meisten aus früheren Jahren von Eins Zwo kennen mag legte mit seinem stylo & housy DJ-set mit etwas Verspätung los und schaufelte Tanzbares mit Glam-Appeal über den Industrial-Boden des Venues. Er ebnete den Weg für unsere heißen Görls von FannyPack, die ganz Teenie like und mit breitem Grinsen eine eher an Boy/Girlgroup Charme erinnerten als an sophisticated Tommyboy HipHopism.

Trotz allem aber absolut cheesy und genau die richtige Vorarbeit für unsere ElektroHools von Audio Bullys, die streckenweise eher ravy rüberkamen und den Club vollkommen zum kochen brachten. Als dann sein Powerbook abschmierte legte Tom Dinisdale kurzerhand auf und Simon Franks Mcte dazu vorbildlich.

Alexkid ist in Frankreich groß, was ihn dazu veranlasste mit Percussionisten, 2 DJ und Sängerin zu unserer kleinen Intro intim Tour zu kommen. Schön das und auf jeden Fall eine Abwechslung zu dem Laptop Live Artist Gemucke. Zum Schluss kamen dann Brooks und brachten die 600 Zuschauer auf äußerst feine Weise wieder in gemäßigteres Fahrwasser.


25.10. Köln Dig that groove, baby! Zu Beginn des jüngsten Intro-Familientreffs hängt Andrew Brooks in tiefster Konzentration über Laptop und Mischpult gebeugt und jongliert mit den spontanen Eingebungen seines Trompeters Peter Wraight. Das ganze wirkt arty, kann sich aber durch dieses Doppelpass-Prinzip live durchaus behaupten. Brooks schickt den Groove, Wraight jamt Sequenzen drüber, Brooks nimmt sie auf, schickt sie durch den Knöpfchen-Dschungel und verwandelt damit, was das Zusammenspiel der vergangenen Schritte zuließ. Für Tanzschritte war's den meisten doch zu hörenswert, zumal manche Augen ob des frühen Abends noch ziemlich verschlafen aussahen.

So fiel Alexkid die Eisbrecher-Position zu. Mit einer vierköpfigen Live-Band inklusive der Etro Anime-Sängerin Lissette Alea, stürzt sich der F-Communications-Resident auf schöne Downtempo-Beats und wird dabei von seinem Keyboarder flankiert. Der Mann an den Percussions befeuert die Soundscapes franko-styley jazzy und dichtet damit alle Lücken im Klangpalast. Das von freudlosen Kritikern später als exzentrischer Ausdruckstanz abgetane Hüftwedeln Lissettes untermalt den Spannungsaufbau ihrer Stimme und bringt auch die zähen Verweigerer schließlich aus dem Dunkel des Raumes in die bühnennahen Sphären. Alexkid sei Dank, der Tanztee ist eröffnet.

Wesentlich günstigere Ausgangsposition für den New Yorker Bubblegum-Knaller Fannypack. Die drei Damen vom Tommy-Boy-Grill hatten sich clevererdings eine Dance-Competition ausgedacht und die besten Tänzer im Publikum nach jedem Song mit einem kühlen Stubbie (kompaktes 0,3er Bierchen) belohnt. Dazu hatte Belinda noch vor kurzem ihren 17. Geburtstag, was man in der Essigfabrik durchaus zu feiern gewillt war, aber hallo. Da wurden die glamourösen Ladies mit dem Oldskool-Sound auch ganz dankbar und grüßten von der Bühne alle Mitmusiker des Abends inklusive diesen netten deutschen DJs, dessen Name sie dummerweise gerade vergessen hätten, der aber wohl der deutsche Begriff für 'Hooligan' sei.

Besagter DJ Rabauke kümmerte sich hernach auch wieder rührend um die Umbaupause und ließ die Lautsprecher in keinster Weise erkalten. Ehrensache, denn schließlich war als nächstes Londons Westsidewunder Audio Bullys angezettelt. Simon Frank und Tom Dinsdale donnern tight durch's Repertoire und treffen damit auf hochmotivierte Intim-Gänger, denen die einzelnen Tracks alles andere als fremd erscheinen. Der MC und Gentleman hielt das Mike einfach senkrecht vor die Nase, hob einen Arm und die Meute verfiel in Verzückung, so einfach ist das also. Während Kritiker sich immer einen von The Streets und Stereo MCs querverweisen, läuft die Sache live schlicht Groove-orientiert und geht ab wie Luzies Lumpi (oder so). Verständlich? Denke schon.

Eindrücke und Erinnerungen gibt's hier.