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The Further Adventures Of Lord Quas

Quasimoto

Wie high muss Mr. Madlib wohl in dem Moment gewesen sein, als in ihm dieses seltsame Wesen namens Quasimoto erwachte? Ein beängstigender Q-Tip auf Helium, ein Cartoon-Ghetto-Alien auf einem funky-psychedelischen Trip. Schon 2000 trat Madlibs bizarres Alter Ego auf Peanut Butter Wolfs Label Stones Th
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Autor: Vina Yun

Wie high muss Mr. Madlib wohl in dem Moment gewesen sein, als in ihm dieses seltsame Wesen namens Quasimoto erwachte? Ein beängstigender Q-Tip auf Helium, ein Cartoon-Ghetto-Alien auf einem funky-psychedelischen Trip. Schon 2000 trat Madlibs bizarres Alter Ego auf Peanut Butter Wolfs Label Stones Throw mit dem Album „The Unseen“ in unser vernebeltes Bewusstsein. Nun frisst sich Shapeshifter Quasimoto also wieder durch die tiefsten Schichten von Madlibs schier grenzenlosem Sample-Archiv – hallo Exzess! Bekanntermaßen verschließt sich Madlib mit Vorliebe in sein Sample-Labor und produziert Beat-Alben und Mixtapes im Tagesrhythmus. Doch noch ehe der Jungs-Nerd-Alert losgeht, hat uns Quasimoto schon eingelullt mit den honigsüßen, melancholischen 70s-Soul-Melodien und die Ohren weichgerieben mit den buttrigsten Beats around seit The 45 King. Oder er atomisiert einfach jegliche Skepsis in einem feinen Sci-Fi-Elektro-Sprühnebel, der Lil’ Jons Synthie-Sounds geradezu barock erscheinen lässt. Mit durchschnittlich nicht mal drei Minuten Länge pro Nummer hat das Ganze eher Skit- denn Song-Charakter – doch ehrlich, so viel Vibe auf so wenig Raum möchte man nicht wenigen HipHop-Repräsentanten von heute an den Hals wünschen.