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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

The Unseen

Quasimoto

Für ein HipHop-Album ist “The Unseen” einigermaßen exzentrisch: ein Cover, ganz in einer Art Neo-Moebius-Adult-Comic-Style gehalten, und 24 Songs, die häufig nicht mal die für HipHop sonst so existenzielle 3-Minuten-Zone erreichen, dort wo die Gefahrengrenze zum ausgewachsenen Kopfnicker
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Autor: intro.de

Für ein HipHop-Album ist “The Unseen” einigermaßen exzentrisch: ein Cover, ganz in einer Art Neo-Moebius-Adult-Comic-Style gehalten, und 24 Songs, die häufig nicht mal die für HipHop sonst so existenzielle 3-Minuten-Zone erreichen, dort wo die Gefahrengrenze zum ausgewachsenen Kopfnickerkrampf normalerweise erst beginnt. Modell Sci-Fi-HipHop, jenseits vom Puff Daddy-Land irgendwo auf einer virtuellen Block Party in der Betonwüste von L.A. gelandet. Der fette Sample-Overkill bleibt aus, alles ist mindestens 2000 Lichtjahre von Pop-Manipulationen entfernt. Producer Madlib loopt sich durch schwarzes Rauschen und elektronische Spiralnebel. Und Rapper Quasimoto reimt darüber mit einer Stimmkreuzung zwischen Q-Tip und Tamagotchi-Vocoder. Nix: mo money, mo problems! Hier werden ganz andere ökonomische, aber auch ästhetische Rechnungen beglichen. Eine sehr konzentrierte Begegnung der ganz anderen HipHop-Art. Eine vergleichbar experimentelle Rap-Platte, “J. Beez Wit The Remedy”, allerdings auf einem Major releast, hat den Jungle Brothers im letzten Jahrtausend mal das kreative Genick gebrochen. In space nobody can hear you rap?! Big Irrtum!! HipHop-Alien-Tipp des Monats!!!