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Psycho Boy Happy

Sizarr

Wenn Sizarr die Spannung halten und die gelegentliche Tendenz zum Keyboard-Filmmusik-Kitsch unterdrücken, ist »Psycho Boy Happy« ein ausgesprochen gelungenes Debüt.
Geschrieben am

Autor: intro.de

Das junge Trio aus Landau trägt dick auf: Der Opener »Run Dry« ihres Debüts »Psycho Boy Happy« beginnt mit getragenen Synthie-Bläsern, die Großes ankündigen. Doch Sizarr haben zwar Gespür und Händchen für Dramatik, aber ihnen wird auch schnell langweilig. Deswegen bleibt ein ordentlich stampfender Beat, von dem man sich gerne mitreißen lässt, das dominierende Element des Albums. Darüber entladen sich Sound- und Effektgewitter, die von Sänger Fabian Altstötter alias Deaf Sty in Schach gehalten werden.

Nicht zuletzt seiner souveränen Stimme ist zu verdanken, dass die Rechnung aufgeht: Sizarr klingen nach ziemlich ernstem Experimentieren mit den verschiedensten Musikstilen – und deswegen gerade nicht wie die 20-Jährigen aus der pfälzischen Provinz, die sie nun mal auch sind. Vielleicht wird man das in Zukunft andersherum sehen. Solange Sizarr die Spannung halten und die gelegentliche Tendenz zum Keyboard-Filmmusik-Kitsch unterdrücken können, ist »Psycho Boy Happy« ein gelungenes Debüt.

In drei Worten: Drama / Beat / Gespür