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»Mamba«

Prism Tats

Umringt von der außerordentlich miesen politischen Situation der USA, reagiert Prism Tats auf seinem zweiten Album mit trotzig-resigniertem Postpunk.

Geschrieben am

Reaktion oder Resignation, Auflehnung oder Ignoranz, entweder oder – als in den USA lebender Musiker sieht man sich automatisch mit der Erwartung konfrontiert, sich dem politischen Übel zu stellen, es musikalisch aufzugreifen und zu werten. Der gebürtige Südafrikaner Garret van der Spek bewegt sich mit seinem Solo-Projekt Prism Tats und der neuen Platte »Mamba« irgendwo dazwischen. Ähnlich wie schon beim 2016 erschienenen Debüt greift er Geschehnisse und Lebensrealität in den Staaten auf. Den Regierungswechsel und die damit einhergehenden weltweiten Veränderungen versteht Prism Tats als flächendeckende Bedrohung, die im metaphorischen Titel zur Giftschlange werden.

Doch wie geht man damit um? In seinem emotional aufgeladenen Postpunk schwankt der Musiker zwischen der Wut über aktuelle Geschehnisse und der Angst vor der Zukunft. Das musikalische Spektrum der »Mamba« wirkt ähnlich zerrissen. Dem schleppenden Sound, der mit vielen Gitarren und einer betont düsteren Weichheit zwischen 2000er-Britrock und 1980er-New-Wave festhängt, fehlt es an Mut zum Experiment und letztlich auch an Willen zur Entscheidung. So klingt sogar die zentrale Zeile »Just give me the mamba« im Titelsong mehr nach resignierter Hingabe als nach einer Kampfansage.

Prism Tats

Mamba

Release: 02.03.2018

℗ 2018 Anti

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