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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Auf dem Thron der Festivals

Primavera Sound 2018

Die Heilige Messe unter den Indie-Festivals hat es auch in diesem Jahr zumindest in puncto Line-up geschafft, alle hohen Erwartungen zu erfüllen.

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Während die meisten Festivals ihre Line-ups über Monate hinweg bröckchenweise veröffentlichen, geht das katalanische Primavera Sound traditionell einen anderen Weg: Es gibt einen Stichtag, die große Ouvertüre, zumeist Ende Januar. Dann wird auf einen Schlag die komplette Band-Liste des Jahres bekanntgegeben. Und die Reaktionen waren auch dieses Mal dieselben wie in den Vorjahren: Verblüffung, Augenreiben, Verstehen, dann Euphorie. Denn für jeden, der sich in den letzten Jahrzehnten für nicht vollkommen willenlose Popmusik in ihrer ganzen stilistischen Breite interessierte, gleicht das Line-up einem Schlaraffenland. Allein die Highlights würden die Länge dieses Artikels sprengen, deshalb muss es reichen, die Band-Liste unkommentiert anzuhängen.

Es ist erstaunlich, dass es das Primavera Sound schon so viele Jahre lang schafft, die selbstverschuldet hoch gesteckten Erwartungen seiner Stammbesucher zu befriedigen oder sogar noch zu übertreffen. Aber nicht nur die Musik macht das Festival an der Küste Barcelonas mittlerweile zu einem Lieblingsreiseziel für Pop-Fans aus ganz Europa, sondern auch die Location, die wirklich direkt am Meer liegt, und nicht zuletzt die Reize der katalanischen Hauptstadt. Zelten kann man hier nicht, man wohnt in angemieteten Wohnungen in der Stadt. Dort verbringt man die Tage, um am frühen Abend in Richtung Festival-Gelände aufzubrechen. Die drei Hauptnächte des Primavera Sound werden dann lang und sind mit Höhepunkten gespickt, so viel kann versichert werden. Aber auch während des Rests der Primavera-Woche ist das Festival in der Stadt präsent, mit Clubshows und frei zugänglichen Open-Air-Konzerten auf zentralen Plätzen. Es gibt also mehr als genug Programm für einen ausgedehnteren Festival-Urlaub im Süden. Und nach der Rückkehr freut man sich schnell schon wieder auf die nächste große Ouvertüre im Januar.

§ 30.05.–03.06. Barcelona § A$AP Rocky, Âme II Âme, Arca, Arctic Monkeys, Ariel Pink, Beach House, Belle And Sebastian, Björk, C. Tangana, Car Seat Headrest, Carpenter Brut, Charlotte Gainsbourg, Chromeo, Chvrches, Cigarettes After Sex, Daphni, Deerhunter, DJ Koze, Father John Misty, Fermín Muguruza eta The Suicide Of Western Culture, Fever Ray, Floating Points, Four Tet, Grizzly Bear, Haim, James Holden & The Animal Spirits, Jane Birkin, Johann Johannsson, John Talabot, Jon Hopkins, Kelela, Kyle Dixon & Michael Stein performing the music of »Stranger Things«, Lift To Experience, Lorde, Lykke Li, Madlib, Majid Jordan, Migos, Mike D, Mogwai, Mount Kimbie, Nick Cave And The Bad Seeds, Nils Frahm, Oneothrix Point Never, Panda Bear, Rhye, Seth Troxler, Slowdive, Sparks, Spiritualized, The Black Madonna, The Blaze, The Breeders, The Internet, The National, The War On Drugs, Thundercat, Ty Segall & The Freedom Band, Tyler The Creator, Unknown Mortal Orchestra, Vince Staples, Warpaint, Wolf Parade