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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Chaosmosis«

Primal Scream

Das elfte Album der Band um Bobby Gillespie klingt überraschend unbeschwert. Was ist denn mit denen passiert?
Geschrieben am
Auch in Primal Screams Bandgeschichte kommen für Rock’n’Roll typische Abhängigkeiten vor, Gefallsucht gehört aber sicher nicht dazu. Das Trio ihrer 1990er-Alben – »Screamadelica«, »Give Out But Don’t Give Up« und »Vanishing Point« – beschreibt einen Zickzackkurs von Rave über schwitzenden Schmock- zu Krautrock. Beim Hintereinanderweghören kriegt man ein Schleudertrauma. »Chaosmosis« ist wieder kein Album, das man hätte erwarten können, aber aus genannten Gründen sind Erwartungshaltungen bei Primal Scream auch nicht unbedingt ratsam. Dampfte das Vorgängerwerk »More Light« noch die psychedelischen Reste einer Reihe von »Screamadelica«-Wiederaufführungen aus, ist Bobby Gillespies System jetzt wieder frisch. Die Zeit der mit bizarrem Kraftaufwand vollzogenen Kehrtwenden ist vorüber, mit Gästen wie HAIM, Sky Ferreira und Björn Yttling von Peter Bjorn And John werden krachende Indie-Pop-Songs mit einer typisch weiten Spannbreite zwischen Stampfrock und Electronica gespielt. Kein Statement, kein Subtext – könnte es sein, dass die Band einfach mal Spaß hat? Das gefällt und will gefallen. Darüber muss man nicht die Nase rümpfen.

Primal Scream

Chaosmosis

Release: 18.03.2016

℗ 2016 SCRM Ltd under exclusive licence to Ignition Records Ltd. A First International Release

Primal Scream »Chaosmosis« (Ignition / Indigo / VÖ 18.03.16)