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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Serengeti«

President Bongo

Echos, Verzerrungen, Delays: GusGus-Mitglied Stephan Stephenson alias President Bongo lädt auf seinem ersten Soloalbum zu einer Electro-experimentellen Odyssee ein. 
Geschrieben am
Vom Maschinenraum raus in den fiebrigen Sound-Dschungel: Stephan Stephenson, Mitglied des so innovativen isländischen Elektronik-Kollektivs GusGus, lässt es auf seinem ersten Soloalbum »Serengeti« gewaltig knirschen, quietschen und fiepen. Irre dahinwabernde Streicher treffen auf sentimentales Akkordeon und krächzendes Gitarrengrollen. Das allein wirkt schon ereignisreich, ist jedoch nur die Ouvertüre für die epochalen, undurchsichtigen 16- und 13-Minüter »Greco« und »Tramontana«, mit denen der selbst ernannte »emotional carpenter« seinen Hörern den Verstand raubt. 
Die wie mit einem Defibrillator unter Strom gesetzten Stücke wummern und zischeln in einer solch spannungsgeladenen Clubsound-Gleichmäßigkeit dahin, dass jedes melodische Ausbrechen aus dieser klaustrophobisch brummenden, dunklen Klangwolke am Streicherhimmel Hoffnung auf einen explosiven Ausweg aus dieser Schallwildnis schürt. Und am Ende weiß man nicht einmal, ob diese Hoffnung  berechtigt war. 

- President Bongo »Serengeti« (Morr / Indigo / VÖ 23.10.15)

President Bongo

Serengeti

Release: 16.10.2015

℗ 2015 Albumlabel