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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Nerd Power«

Powernerd

Ab in den Autoscooter: Powernerd surfen mit ihrem Album »Nerd Power« auf der Retro-Wave-Welle in die 1980er.
Geschrieben am
Engelsgleiche Modern Talking-Synthies, Flippers-Gedächtnis-Schlagzeug und ein Yngwie-Malmsteen-Signature-Gitarren-Solo – Das Intro zu »Nerd Power« macht den Giftschrank der 1980er ganz weit auf. Der Grat zwischen Ironie und Hommage an schmierige Synthie-Sounds ist bekanntlich sehr schmal. Aber die Gestalten hinter Powernerd wissen wenigstens, was Selbstironie bedeutet. Mit dem BMX rast die Retro Wave-Combo aus Wien tiefer in den Retrofuturismus.

Sie umfährt dystopische Instrumentals (»Powernerd Anthem«, »Dystopia«), die auch gut in die Netflix-Serie »Stranger Things« gepasst hätten. Und bevor es dann mit The Grind Theory (»Body Heat«) in die Rollerdisco geht, wird noch fix im Autoscooter abgespackt (»White Cars« feat. Johann Martinus Bass). Die Band selbst versteckt sich wie Daft Punk hinter einer Discokugel-Uniform. Kann man machen. Leider verzockt sich das Trio auf den letzten Metern ein wenig. Die Gitarrensoli sind bisweilen unerträglich. Den Kratzer auf dieser CD können nicht mal Van Halen-Fans flicken. 

Powernerd

Nerd Power

Release: 16.09.2016

℗ 2016 Seayou Records

Powernerd »Nerd Power« (Seayou / Rough Trade)