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»Art In The Age Of Automation«

Portico Quartet

Portico sind wieder ein Quartett und haben sich in dieser Formation Großes vorgenommen: philosophieren und musizieren auf höchstem Niveau. »Art In The Age Of Automation« zeigt, dass im Jazz beides gleichzeitig gelingen kann. 
Geschrieben am
Hochtrabender kann man ein Album kaum benennen: Als Referenz an den Philosophen Walter Benjamin und seinen berühmten Aufsatz »Art In The Age Of Mechanical Reproduction« ist das vierte Album des Portico Quartets mindestens selbstbewusst betitelt. Man scheint sich anzumaßen, Kulturphilosophie und Jazz Hand in Hand in neue Sphären treiben zu können. Und das funktioniert sogar. Auf »Art In The Age Of Automation« machen die Londoner nämlich eins deutlich: Musik ist dann besser, wenn sie handgemacht ist. Dies ist kein zurückgebliebener »Techno ist keine Musik«-Vorwurf, sondern eher gegen automatisierte Produktionsmechanismen, uninspirierte EDM-Dosenmusik, selbsterfüllende Hype-Prophezeiungen und kalkuliert-langweiligen Radio-Pop zu lesen.

Und wie man das eben anders machen kann, zeigt das Portico Quartet. Innovativer Jazz, der vor Kreativität und Einfallsreichtum strotzt. Starke Ambient-Einflüsse sind zu hören, Streicher geben eine wärmend-gefühlvolle Note, und die repetitiven Einflüsse von Minimal Music sind auch nicht von der Hand zu weisen. All das vermischt sich zu einem aufregend-eingängigen Jazz-Mix, der häufig sogar an Indie-Größen wie Radiohead erinnert. Als Kritikpunkt bleibt nur festzuhalten, dass mit diesem konzeptuellen Überbau der moderne Jazz seinen Ruf als verkopftes und elitäres Genre schwerlich loswerden wird. 

Portico Quartet

Art in the Age of Automation

Release: 25.08.2017

℗ 2017 Gondwana Records

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