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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

JAP 1998, R: Toshiaki Toyoda; D: Koji Chihara, Onimaru, Rin Ozawa

Pornostar

Sicher gibt es spektakulärere japanische Filme, und doch ist das Debüt des ehemaligen Schachspielers Toshiaki Toyoda weitaus interessanter als vieles, was sonst so momentan in Kinos hierzulande läuft. Toyoda hatte mit "Pornostar" eine ironische Negation bekannter Yakuza-Film-Klischees im Sinn, eng v
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Autor: intro.de

Sicher gibt es spektakulärere japanische Filme, und doch ist das Debüt des ehemaligen Schachspielers Toshiaki Toyoda weitaus interessanter als vieles, was sonst so momentan in Kinos hierzulande läuft. Toyoda hatte mit "Pornostar" eine ironische Negation bekannter Yakuza-Film-Klischees im Sinn, eng verknüpft mit starken Jugend-Subkultur-Bezügen wie zur Skater-Szene, was sich auch im hervorragenden Soundtrack niederschlägt, zu dem eine Band namens DIP schleppende Gitarrenattacken, nicht weit entfernt von frühen Pavement-Sachen, beisteuert. Unterfüttert wird das Ganze von obligatorischen, wenn auch nett surrealen Gewaltexzesse, wenn der schweigsame, mysteriöse Einzelgänger Arano die in seinen Augen nutzlosen Yakuza-Mitglieder massakriert. Hier regnet's zwar keine Frösche vom Himmel wie in P.T. Andersons "Magnolia", dafür aber eine ganze Wagenladung gut geschärfter Messer. Auch wenn die Schwächen überwiegen - einzelne ganz hervorragende Szenen machen "Pornostar" zu einem äußerst sehenswerten Film.