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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Pop & Gossip: Die Woche aus Sicht des Boulevards

Die Wahrheit über … Robbie Williams

Sieben Tage mit Hartmut Engler auf der Demenzstation, Whitney Houston auf Entzug und einem quicklebendigen Kurt Cobain
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Sieben Tage mit Hartmut Engler auf der Demenzstation, Whitney Houston auf Entzug und einem quicklebendigen Kurt Cobain. Von Boris Fust.



Es war ein herber Rückschlag für den Qualitätsjournalismus: Eine große deutsche Nachrichtenagentur hatte vermeldet, die Musikformation Pur habe einen Terroranschlag auf ein US-Schnellrestaurant verübt, um ihre neue Schallplatte zu promoten. Zahlreiche Medien übernahmen die Nachricht ungeprüft, darunter auch wir. Dabei hätte ein Blick auf die Internetseite des Pflichtblatts der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse zu Stuttgart gereicht, um die Ente zu entlarven: Die christliche Rockband hat keineswegs einen Diner in Bluewater überfallen, sondern ein Altersheim in Bietigheim-Bissingen. Dort wollte Hartmut Engler Demenzkranke über sein künstlerisches Schaffen informieren.

Gesundheitliche Probleme plagen auch Phil Collins: Er hat Rücken. Die Wirbel drücken auf das Rückenmark. Dramatische Folge: Er kann die Drumsticks nicht mehr halten. Ursache der Erkrankung: die eigene Musik. "Es kommt vom Schlagzeugspielen", so der Sänger, "ich bin sehr traurig." In der Vergangenheit habe er sich die Sticks mit Klebeband an den Händen befestigen, um überhaupt spielen zu können.

Gute Besserung wünscht sich auch die Popkomm. Umso erschütternder, dass nun auch die todesgeplagte Musikmesse Opfer einer fiesen Guerilla-PR-Attacke wurde: Eine große deutsche Nachrichtenagentur berichtete, dieser Mann übernehme die Projektleitung der Popkomm. "Daniel Barkowski (…), Fachkaufmann für Marketing und Groß- und Außenhandelskaufmann, war seit 2005 Projektleiter der Jugendmesse 'You'". Grundlage der Meldung war eine offensichtlich gefälschte E-Mail, die auch dieser Redaktion zuging. Dabei muss man ja nur mal seinen gesunden Menschenverstand doppelklicken, um zweifelsfrei festzustellen, dass es sich um einen Promotion-Gag der verfeindeten Veranstaltung "all2gethernow" handeln muss. Wer sonst könnte Interesse daran haben zu verbreiten, dass die Popkomm ausgerechnet in die Hände eines Klingeltonfachmessenspezialisten geraten sei?

Auch die renommierte britische Boulevardzeitschrift NME wurde in dieser Woche Opfer einer Falschmeldung. Andy Rourke, Mitglied der Smiths, soll in grauer Vorzeit eine Postkarte an der Windschutzscheibe seines Wagens gefunden haben: "Du bist raus, Dein Morrissey." Wenig später ruderte das Blatt zurück: Bei der Postkarte soll es sich um eine Fälschung gehandelt haben. "Eine solche Postkarte hat es nie gegeben – weder auf meine Anweisung hin noch mit meinem Wissen", teilte Morrissey mit. Ein Fan habe sich einen üblen Streich erlaubt und Morrisseys Handschrift als Font aus dem Internet heruntergeladen. Mit desaströsen Folgen: Andy Rourke musste für zwei Wochen die Band tatsächlich verlassen.

Auf der nächsten Seite: Tantiemen-Geiz – Juristen rüsten zur Treibjagd auf Mick Jagger!

Sieben Tage mit Hartmut Engler auf der Demenzstation, Whitney Houston auf Entzug und einem quicklebendigen Kurt Cobain. Von Boris Fust.


Peinliche Panne beim Medieninformationsdienst "Daily Mail": Zunächst hatten die Kollegen wahrheitsgemäß berichtet, dass der Ex-Rolling Stones-Gitarrist ein abgerissener Tramp sei, in der Gosse von Suffolk vor sich hinvegetiere – und alles nur, weil die Stones ihm keine Tantiemen für "Sticky Fingers", "Exile On Main Street" und vier weitere Alben, die unter Taylors Mitwirkung zwischen 1969 und 1974 entstanden, zu zahlen bereit sind. Dann jedoch meldete sich ein Anrufer, der sich als "Manager“ des gescheiterten Musikers ausgab. "Gar nicht wahr", sagte der – und schon stand’s im Blatt: Mick Taylor und Mick Jagger seien einander herzlich verbunden. "Jagger hat sogar sein Büro neulich bei Taylor anrufen und fragen lassen, wie es ihm denn so gehe." Die "Daily Mail" hat angekündigt, seine internen Richtlinien für den Umgang mit der Informationstechnologie Telefon zu verschärfen.

Auch Max Herre reagiert auf die anhaltende Glaubwürdigkeitskrise der Medien. Nahm der Deutschrockstar noch vor einigen Jahren regen Anteil am politischen Tagesgeschehen, so werde er sich zukünftig ausschließlich zu Privatangelegenheiten, etwa der Veröffentlichung einer CD unter dem Titel "Ein geschenkter Tag", äußern. "Es geht nicht mehr darum, eine Richtung vorzugeben", so Herre gegenüber dem Deutschen Depeschendienst.

Doch gerade das Private ist Politik pur. So beklagt Whitney Houston Verstöße gegen den Gleichheitsgrundsatz. Der "I Look To You"-Star ist nach eigenen Angaben vom Ex-Mann Bobby B. schlecht behandelt worden. So habe er sie in die Rauschmittelabhängigkeit getrieben. "Brown war meine Droge!", so Houston gegenüber einem Fernsehsender. "Ich war schwer abhängig." Die Konsequenzen seien dramatisch gewesen: Auch als er sie schlug, sei sie nicht vom Mr. Brownstone losgekommen. Seit einer Scheidung im Jahr 2007 sei sie jedoch clean.

EIL +++ Robbie Williams will heiraten +++ Williams: „Nenne meine Freundin manchmal schon im Scherz ‚Frau Williams’“ +++ Freundin erteilt Schokoladenverbot und setzt Fisch auf die Speisekarte +++ Popstar kuschelt gern


(Redaktion: Bitte verwenden Sie die Berichterstattung über die angebliche Kuschelvorliebe von Robbie Williams nicht. Das Intro Musikmagazin geht Hinweisen nach, dass die Quelle der Nachricht nicht vertrauenswürdig ist.)

Lesen Sie nächste Woche: Wie Madonna die Weltöffentlichkeit generalstabsmäßig betrügt, Spandau Ballet die Fans an der Nase herumführt und weswegen es erhebliche Zweifel am Tod von Kurt Cobain gibt – ein aktuelles Video zeigt ihn alive in concert!