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In bester Akustik: Indie im Konzerthaus mit Tina Dico

Pop-Abo in Dortmund

Seit fünf Jahren fasziniert das Pop-Abo des Konzerthauses Dortmund schon die Fans. Darüber und zum kommenden Programm spricht der künstlerische Leiter des Pop-Abo, Christian Lenzing, natürlich gern und nicht ohne Stolz.
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Seit fünf Jahren fasziniert das Pop-Abo des Konzerthauses Dortmund schon die Fans. In der Vergangenheit haben hier Kettcar, Kings Of Convenience, Lambchop oder Emiliana Torrini den Zauber einer solch klassischen Spielstätte mit ihren Songs ausgelotet. Darüber und zum kommenden Programm spricht der künstlerische Leiter des Pop-Abo, Christian Lenzing, natürlich gern und nicht ohne Stolz.

Christian, fünf Jahre Pop im Tempel der E-Musik. Gab es da eigentlich einen Moment, in dem du Angst um die Einrichtung bekommen hast?
Also, Angst um das noble Ambiente hatte ich wirklich noch nie – ganz im Gegenteil! Ich erinnere mich noch daran, wie das bei den ersten Konzerten der Pop-Abo-Reihe war – da hatte man wirklich mit Schlimmerem gerechnet. Nach Aussage unserer Hausdame war der Saal nach den Akustik-Pop-Konzerten fast sauberer als nach Klassik-Konzerten.

Welcher Moment brachte in der fünfjährigen Geschichte die größte Magie in diesen Saal?
Das Konzert mit José González war in der Gesamtheit eines dieser kaum mehr zu übertreffenden Konzerte – dramatisch schöne Songs, fabelhaft performt, wunderbares Licht. Das Publikum verschmolz in dieser Atmosphäre regelrecht mit der Musik und war so leise oder sagen wir besser so konzentriert, dass man die sprichwörtliche Stecknadel hätte fallen hören können.

Zwischendurch mal ganz prosaisch: Trägt das Pop-Abo gut zur Finanzierung des Konzerthauses bei, oder ist selbst das ein Zuschussgeschäft?
Also, finanziell ist nicht viel zu holen, dafür ist das Betreiben eines solchen Hauses insgesamt zu anspruchsvoll. Das Pop-Abo soll sich selbst tragen. Der kalkulatorische Überschuss bei einem populären Act wird quasi vom unbekannteren, nicht so gut besuchten Newcomer aufgebraucht. Insgesamt hat es bislang jedes Jahr gut funktioniert, und die Reihe hat sich prächtig entwickelt.

Für die nächste Saison sind mit Tina Dico, Sophie Hunger, Gisbert Zu Knyphausen, Efterklang und William Fitzsimmons wieder jede Menge fantastische Künstler dabei, es ist allerdings auch eine Auswahl, bei der man sich den Übertrag ins rein Akustische und den Auftritt in einem Konzertsaal – ganz im Gegensatz zu Beispielen wie Kinderzimmer Productions – gut vorstellen kann.
Aus der Sicht der Hochkulturplanung ist dies "dramaturgisch" durchaus so gewollt – aber schön, dass das so auffällt. Mit Ausnahme von Efterklang steht die kommende Spielzeit 2010/2011 diesmal noch konsequenter unter dem Stern der Singer/Songwriter. Das heißt nicht, dass die Konzerte weniger experimentell wären. Zuvor hatten wir ja auch schon Künstler, die praktisch nur mit ihrer Akustik-Gitarre und vielleicht noch einer Geige oder einem Cello angereist sind – gerne erinnert man sich an die Konzerte mit José González, Kings Of Convenience oder Brett Anderson. Vom musikalischen Ansatz her rücken die Bands nun noch näher zusammen – man bedenke, dass wir hier by the way ein Abonnement verkaufen. Wir machen es dem Akustik-Pop-Liebhaber in diesem Jahr somit so einfach wie noch nie, sich für das ganze Paket zu entscheiden.

Und nun mal mit dem Feenstab in der Hand in die Zukunft geblickt: Welchen Künstler würdest du gern mal im Konzerthaus Dortmund performen sehen, wenn du die freie Wahl hättest?
Oh Gott, allein bei dem Gedanken werde ich ganz hibbelig. Ich hatte das große Glück, dass mein allererstes Konzert kein Geringeres als jenes des Mr. David Bowie in meiner (kleinen) Heimatstadt war – da war ich zwölf und bin seitdem ein großer Bewunderer. Ansonsten gibt es noch so viele andere schöne Ideen: Beth Gibbons And Rustin’ Man wären ziemlich prädestiniert für diese Reihe. Arcade Fire (wir haben ja eine große Konzertorgel im Saal), Antony And The Johnsons und natürlich eine ganze Reihe weiterer Bands, die mir da einfallen würden. Das Pop-Abo feiert mit dieser Spielzeit fünfjähriges Jubiläum – mal sehen, was die kommenden fünf Jahre bei gleichbleibender positiver Resonanz so passiert ...!

Mehr Infos unter www.pop-abo.de


Los geht die neue Pop-Abo-Saison am 8. Oktober mit dem Auftritt der dänischen Singer/Songwriterin Tina Dico (Foto, MySpace-Link).



Tour-Empfehlung:


Wir verlosen 2x2 Tickets für das erste Pop-Abo-Konzert mit Tina Dico. Bei Interesse bitte eine Mail an tickets@intro.de, Stichwort "Pop-Abo mit Tina Dico".

Die weiteren Pop-Abo-Termine im Konzerthaus Dortmund:

28.01.11 Sophie Hunger
18.02.11 Gisbert zu Knyphausen
15.03.11 Efterklang
17.06.11 William Fitzsimmons