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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

L’Armes Automatiques

Pop 3

Pop 3 sind eine dieser Bands, bei denen man sich nicht sicher ist, ob man sie ablehnen oder gut finden soll. Meine Entscheidung: tendenziell ziemlich gut. Aber das sag ich nur Freunden hinter vorgehaltener Hand, denn Pop 3 sind nicht das, was heute noch als cool durchgeht. Electropop mit französisch
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Pop 3 sind eine dieser Bands, bei denen man sich nicht sicher ist, ob man sie ablehnen oder gut finden soll. Meine Entscheidung: tendenziell ziemlich gut. Aber das sag ich nur Freunden hinter vorgehaltener Hand, denn Pop 3 sind nicht das, was heute noch als cool durchgeht. Electropop mit französisch-englischen Vocals scheint passé, und es gibt noch weitere Details, die leichtes Unwohlsein provozieren: getunet-aufdringliches Cover-Artwork, Phrasendrescherei à la »pop et fière de l’être / pop o’clock / pop side down« und die Tatsache, dass Mastermind Philippe Alioth schon mit Lacrimosa zusammengearbeitet hat. Aber bitte schön, nicht abschrecken lassen! Pop 3 machen Synthiepop mit dermaßen eingängigen Melodien, dass es nur so kracht. Das ist einem manchmal nicht geheuer, darf man so was gut finden? Manövriert man sich damit ins popkulturelle Abseits? Ich plädiere ausnahmsweise für die werkimmanente Interpretation. Und lässt man dabei drei, vier Songs unter den Tisch fallen – das passiert in den besten Familien –, dann ist ›L’Armes Automatiques‹ ein zwar oberflächliches, aber tolles Album mit einer Hand voll Hits. Who’s afraid of Eurolectro? Dafür sind wir uns noch lange nicht zu schade. Gehirn auf Sparflamme und los! Auch das kann gut sein. Nein, wirklich!