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»I`m not a fan of songwriter-sound«

Scout Niblett urteilt

»It`s Up To Emma« heißt ihr aktuelles Album. Wie passend, dass Emma Niblett, bekannt als DIY-Role Model Scout Niblett, diesmal in der Platten vor Gericht-Jury saß. Aber ob sie sich das noch mal antun würde? Als milde Richterin entpuppte sich die Britin nicht gerade.
Geschrieben am
Scout Niblett ist die ungekrönte Queen of DIY. Dieses Jahr erschien bereits ihr sechstes Album seit 2001, in der Zwischenzeit hat sie sich von Steve Albini produzieren lassen und sang mit Will Oldham im Duett. Ihre Kompositionen und Arrangements zeichnen sich jedoch trotz des hitverdächtigem TLC-Covers »No Scrubs« noch immer durch Spärlichkeit und Sprödheit sowie eine ungemeine Kraft aus, jeder »Normalität« zu trotzen.

Live wird ihr musikalischer Minimalismus oft nur durch wechselnde Begleitung am Schlagzeug ergänzt (das sie auch selbst gerne spielt).  Auf der letzten Tour trommelte von Spar-Schlagzeuger Philipp Janzen an ihrer Seite, wobei die Rhythmus-Sektion noch durch Miguel Ortiz Caturani am Bass komplettiert wurde. Die gut besuchten Konzerte und die hervorragende Band hätten bei Scout Niblett eigentlich für beste Laune sorgen müssen. Beim Platten vor Gericht-Termin während des Maifeld Derbys zeigte sie sich allerdings wenig amüsiert von den zu beurteilenden Künstlern und Alben.

In die meisten Songs wollte Emma nicht länger als zehn Sekunden reinhören. Gewinnerin Laura Marling stand in ihrer Gunst mit drei Punkten noch am höchsten. Inklusive Ritterinnenschlag durch die vermeintliche Singer/Songwriterin: »I am not a fan of songwriter-sound, but obviously she ist very talented. «