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Mit Superorganism, Anna von Hausswolff, Suuns u.v.m.

Platten der Woche

Wir haben wie immer die wichtigsten Veröffentlichungen der Woche für euch gehört. Diesmal mit Superorganism, Anna von Hausswolff, Suuns u.v.m.

Geschrieben am

Superorganism »Superorganism« (Domino / GoodToGo)
Betrachtet man die acht Mitglieder von Superorganism, hat man das Gefühl, einem Künstlerkollektiv gegenüberzustehen, das eben nicht dem Normierungsdrang der Industrie zum Opfer fiel. Mit dem Song »Something For Your M.I.N.D.« fütterten sie 2017 die Hype-Maschine im Netz, sodass sich bereits früh Gerüchte über eine Supergroup bekannter Musiker breitmachten. Bei den sympathischen Musik-Nerds handelt es sich aber doch um ganz einfache Menschen, die durch ihre Liebe zur Musik und ihre eigenwillige Interpretation des Pop-Begriffs zueinanderfanden. Das Ergebnis ist so facettenreich oszillierend wie ein LSD-Traum.
Konstantin Maier

Superorganism

Superorganism

Release: 02.03.2018

℗ 2018 Domino Recording Co Ltd

Anna von Hausswolff »Dead Magic« (City Slang / Universal)
»Dead Magic« ist eine sakrale Auseinandersetzung mit dem Unausweichlichen. Die Stücke sind Epen in ausufernder Länge, das ambiente Kirchenorgel-Stück »Ugly And Vengeful« erstreckt sich gar über 16 Minuten. Auf »The Mysterious Vanishing Of Electra« spielt Anna von Hausswolff dann mit ihrer Stimme, so jauchzend, jammernd und exaltiert wie Kate Bush oder Diamanda Galas, dass den Hörern ein Schauer nach dem anderen über den Rücken gejagt wird.
Kerstin Kratochwill 

Anna von Hausswolff

Dead Magic

Release: 02.03.2018

℗ 2018 City Slang

Lucy Dacus »Historian« (Matador / Beggars / Indigo)
Die zehn Songs werden von gekonnt ausgestalteten, selten ein wenig zu routiniert klingenden Arrangements umrahmt, die aber immer genügend Platz für Dacus’ eigene harmonische Note lassen. Besonders gut scheint »Historian« dann, wenn es schmissig wird, aber auch sonst ordnet es sich gleichberechtigt auf dem hohen Level von Größen wie Wye Oak, Sharon Van Etten oder Courtney Barnett ein und darf insbesondere auch mal live getestet werden.
Christian Steinbrink

Lucy Dacus

Historian

Release: 02.03.2018

℗ 2018 Matador

Sam Vance-Law »Homotopia« (Caroline / Universal)
»Homotopia« besiedeln androgyn aussehende Jungs voller Unsicherheit, Familienväter, Dandys, glückliche Liebespaare und mittendrin Sam Vance-Law selbst, der das Album mit seinen Erzählungen im Ganzen betrachtet zu einem persönlichen Coming-of-Age-Narrativ gestaltet. Der klassisch ausgebildete Pianist und Chorknabe Vance-Law und sein Förderer Konstantin Gropper (Get Well Soon) sorgen mit ihren breiten Arrangements, die sich vor Andrew Bird oder Rufus Wainwright keinesfalls verstecken müssen, für die perfekte Vertonung dieser Welt.
Sebastian Jegorow

Sam Vance-Law

Homotopia

Release: 02.03.2018

℗ 2018 Sam Vance-Law, under exclusive license to Caroline International, a division of Universal Music GmbH

The Breeders »All Nerve« (4AD / Beggars / Indigo)
Bratende Gitarrenakkorde, Lo-Fi-Gesänge und elfenhafte Chöre ziehen sich durch insgesamt elf Songs, von denen lediglich die Single »Wait In The Car« als wirklich catchy im Gedächtnis bleibt und dabei trotzdem wie ein Teile-Monster aus dem eigenen Best-of-Band-Baukasten wirkt. Das reicht wie so oft in letzter Zeit jenseits der schönen Erinnerungen für ein fulminantes Comeback leider nicht aus. Die alten Kamellen und Lieblinge der Fans dürften auf der begleitenden Tour also weiterhin im Fokus stehen.
Klaas Tigchelaar

The Breeders

All Nerve

Release: 02.03.2018

℗ 2018 4AD

Suuns »Felt« (Secretly Canadian / Cargo)
Die großartige Aggressivität und einnehmende Düsternis, die der Musik von Suuns auch auf »Felt« noch innewohnt, bildet sich aus unterschiedlichen Faktoren: Zum einen ist da Ben Shemies verstörender Crooner-Gesang, der mit den zuckenden Drums eine unheilvolle Symbiose eingeht. Zum anderen bauen sich auf »Felt« im Gegensatz zu den Vorgängern die Synthies und Gitarren zu einer immer bedrohlicher werdenden Wall of Sound auf, die immer näher an den Hörer zu rücken scheint.
Marius Wurth

Suuns

Felt

Release: 02.03.2018

℗ 2018 Secretly Canadian

Moby »Everything Was Beautiful, And Nothing Hurt« (Little Idiot / Embassy Of Music / Warner)
»The Ceremony Of Innocence« erinnert an die majestätischen Synthie-Streicher-Flächen von »Porcelain«, genau wie »The Sorrow Tree«, bei dem noch getragene Vocals hinzukommen. Auch das gospelige »This Wild Darkness« könnte fast vom 1999er-Millionenseller »Play« stammen, erreicht aber ebenfalls nicht ganz dessen Qualität. Alles in allem blickt Moby auf »Everything Was Beautiful ...« deutlich in die Vergangenheit und betreibt viel Ideen-Recycling. Schlecht macht das diese Song-Sammlung nicht, aber vorhersehbar — und über weite Strecken auch verzichtbar.
Till Stoppenhagen

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