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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit Prinz Pi, Liima, Anti-Flag u.v.m.

Platten der Woche

Wir haben wie immer die wichtigsten Veröffentlichungen der Woche für euch gehört. Diesmal mit Prinz Pi, Liima, Anti-Flag u.v.m.
Geschrieben am
Prinz Pi »Nichts war umsonst« (Keine Liebe / Groove Attack)
»Nichts war umsonst« kommt mit einem orchestral erweiterten Spektrum aus Streichern, Bläsern und Piano daher. So wird etwa dem zuckrigen »Original« – passenderweise unter Mithilfe des Deutsch-Pop-Schwiegersohns Mark Forster – eine balladeske Kulisse zur Seite gestellt, die zu Prinz Pis neu gewonnener Genügsamkeit gut passt. Dennoch versteht sich der Berliner noch immer als Sprachrohr straßenschlauer Außenseiter. Im Titeltrack geht das teilweise auf: Hier hat man zumindest das Gefühl, als hätte im Studio wenigstens mal jemand Kaffee aufgesetzt.
Benni Bender

Prinz Pi

Nichts war umsonst

Release: 03.11.2017

℗ 2017 Keine Liebe Records

Liima »1982« (City Slang / Universal)
Die Vergangenheit mit der Zukunft zu verbinden gelingt den Musikern mit den stilistisch feinen Mitteln der Collage, wie es auch Isan, Lali Puna oder Múm in ihrer Musik zelebrieren: Es pluckert, vibriert und wummert viel in der Musik von Liima. Synthie-Flächen, Sphärisches und Samples verbinden sich auf »1982« zu zeitlosen Pop-Perlen mit angenehmem Rauschen und rhythmischem Treiben.
Kerstin Kratochwill

Liima

1982

Release: 03.11.2017

℗ 2017 City Slang

Bibio »Phantom Brickworks« (Warp / Rough Trade)
Mit seinem neuesten Machwerk versucht sich der britische Warp-Protegé Bibio an der Vertonung solcher Orte und kreiert dabei eine beruhigende Platte von nahezu mütterlicher Geborgenheit, die unmittelbar wirkt. Während er große repetitive Bögen spannt, tönt der bleiche Ambient auf »Phantom Brickworks« nämlich seltsam instrumental und nah, was vor allem in dem dreiteiligen Titeltrack des Albums gut rüberkommt. 
Nils Schlechtriemen

Bibio

Phantom Brickworks

Release: 03.11.2017

℗ 2017 Warp Records

Anti-Flag »American Fall« (Spinefarm / Caroline)
Nicht einmal im Punk gibt es viele Bands, die ihren (geschrienen) Worten ähnlich konsequent Taten folgen lassen wie Anti-FlagNur gut, dass Anti-Flag dieses Talent in der Ära Trump nicht verloren gegangen ist: Auf »American Fall« bezieht die Band aus Pittsburgh mal mit brachialem Hardcore, mal mit aufgedrehtem Pop-Punk Stellung gegen soziale Ungleichheit und die Politik reicher weißer Männer – und kaum einem Warped-Tour-Besucher wird es gelingen, zum infektiösen Ska von »When The Wall Falls« nicht die Stimme für Transgender-Rechte zu erheben.
Jan Martens

Anti-Flag

American Fall

Release: 03.11.2017

℗ 2017 Spinefarm Records, a Universal Music Company

Die Sonne »Aber die Landschaft« (Tumbleweed / Broken Silence)
Die Melancholie, die Scharfzüngigkeit im Spiel mit dem Schlagerhaften: All das ist noch da, präsentiert sich nur in einem größeren akustischen Gewand. »Aber die Landschaft«, das zweite Werk von Oliver Minck und Benedikt Filleböckunter dem Namen Die Sonne, handelt im Wesentlichen vom Größenwahn der Existenz des Einzelnen, der stetig nach mehr, teurer und gigantischer strebt, nur um sich selbst dabei zu vergessen und in der Vereinzelung zu verschwinden.
Kristof Beuthner

Die Sonne

Aber die Landschaft

Release: 03.11.2017

℗ 2017 Tumbleweed Records

FM Belfast »Island Broadcast« (World Champion)
Songs wie »Par Avion«, »Underwear« und »I Don’t Want To Go To Sleep Either« von den ersten beiden Alben versprühen immer noch jugendlichen Leichtsinn, Lebensfreude und Lust am Kontrollverlust. Doch irgendwann ging diese Unbeschwertheit und Leichtigkeit verloren. Auf dem dritten Album »Brighter Days« deutete sich diese neue Ernsthaftigkeit schon an, nun auf »Island Broadcast« ist sie dominant.
Marius Wurth

FM Belfast

Island Broadcast

Release: 03.11.2017

℗ 2017 World Champion Records

Rone »Mirapolis« (Infiné / Rough Trade)
Mitsamt des Titels referenziert das Cover Fritz Langs Filmklassiker aus dem Jahr 1927, schließlich waren sowohl Gondry als auch Lang wichtige Inspirationsquellen für das bildhafte Sounddesign von Erwan Castex, wie Rone mit bürgerlichem Namen heißt. Auch Kindheitserinnerungen von einem nie besuchten Vergnügungspark kitzelten Ideen zu diesem Album aus seiner Imagination, die sich bei Downtempo, Chillwave und Trip-Hop bedient, um futuristisch bis träumerisch Filme in des Hörers Kopf abzuspulen. 
Nils Schlechtriemen

Rone

Mirapolis

Release: 03.11.2017

℗ 2017 InFiné