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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit Poliça, Låpsley, Miike Snow u.v.m.

Platten der Woche

Wie jeden Freitag: Die wichtigsten VÖs für euch gehört. Diesmal mit Poliça, Låpsley, Miike Snow u.v.m.
Geschrieben am
Poliça »United Crushers« (Memphis Industries / Indigo)
Große Themen und alte Trademarks: Poliça sind nach wie vor eine gute Band, die ihrem Stil auf dem dritten Album allerdings nicht mehr viel Neues hinzuzufügen weiß. (KW)

POLIÇA

United Crushers

Release: 04.03.2016

℗ 2016 Memphis Industries

Låpsley »Long Way Home« (XL / Beggars / Indigo)
Klar, Popalben sind Produkte. Wenn sie zudem wie Produkte klingen, sollte man sie auch mit denselben Mitteln beschreiben. Inhaltsstoffe: 32% Adele, 27% FKA Twigs, 16% SBTRKT, 13% London Grammar. Kann Spuren von Originalität enthalten. Popkulturelle Relevanz nicht garantiert. Mindestens haltbar bis 08/2016. Made in Great Britain. (HR)

Låpsley

Long Way Home

Release: 04.03.2016

℗ 2016 XL Recordings

Miike Snow  »iii«  (Atlantic / Warner)
Das gute »iii« macht da weiter, wo Miike Snow 2009 aufhörten, und kredenzt einen Kopfstimmen-Kracher nach dem anderen. »My Trigger«, »Ghengis Khan« – man kommt aus dem Hüften-Schwingen und Discofinger-Wedeln gar nicht mehr raus, bis plötzlich die Sample-Sause »Heart Is Full« ertönt und man gar nicht mehr weiß, was los ist. (JW)

Miike Snow

iii

Release: 04.03.2016

℗ 2016 Jackalope Recordings Limited under exclusive license to Atlantic Recordings Corporation for the United States and WEA International Inc. for the world excluding the United States

Megaloh »Regenmacher« (Nesola / Universal)
Auf seiner verkopften Reise zu seinen nigerianischen Wurzeln macht Rapper Megaloh endlich halt, um sein neues Album zu präsentieren. Mit der richtigen Dosis Realness überzeugt der »Regenmacher« durch und durch. (SU)

Megaloh

Regenmacher

Release: 26.02.2016

℗ 2016 NESOLA GmbH, under exclusive license to Vertigo/Capitol, a division of Universal Music GmbH

Nada Surf »You Know Who You Are« (City Slang / Universal)
Nada Surfs Sound erinnert auch bei Album Nummer acht mehr an eine Truppe College-Studenten als an die Middle-Age-Männer, die man auf den aktuellen Bandfotos sieht. Sänger und Songschreiber Matthew Caws, der mittlerweile ein paar graue Strähnen mehr hat und jetzt im britischen Cambridge lebt, kreist in seinen Texten immer noch am liebsten um teenage angst, von der schon 1996 der berüchtigte Über-Hit »Popular« handelte. (AW)

Nada Surf

You Know Who You Are

Release: 03.04.2016

℗ 2016 City Slang

La Sera »Music For Listening To Music To« (Polyvinyl / Cargo)
Vom Vivian-Girls-Nachfolger werden La Sera zu einem etwas raubeinigeren She&Him-Wiedergänger. »Music For Listening To Music To« (seufz) ist eine schnurgerade, selbstbewusste Songsammlung, die trotz weniger Mittel komplett ausformuliert klingt. Interessant am Rande: Die Platte ist sozusagen das Prequel zu Ryan Adams’ Taylor-Swift-Aneignung »1989«. (MW)

La Sera

Music for Listening to Music To

Release: 04.03.2016

℗ 2016 Polyvinyl Record Co.

Fatima Al Qadiri »Brute« (Hyperdub / Cargo)
Vieles aus Fatima Al Qadiris düsterem Klangspektrum hatte sie schon auf ihrer »Desert Strike«-EP über die mediale Repräsentation des zweiten Golfkriegs benutzt. Doch es lohnt sich intellektuell wie musikalisch wieder einmal, an Al Qadiri dranzubleiben, denn sie steht mit ihrer Biografie wie mit ihrer Musik für Globalisierung, für Kulturtransfer und allerlei Spannungen in der Welt, im Guten wie im Schlechten. (HJ)

Fatima Al Qadiri

Brute

Release: 04.03.2016

℗ 2016 Copyright Control

Wintersleep »The Great Detachment« (Dine Alone / Caroline / Universal)
Radikale stilistische Veränderungen waren von den Kanadiern schon vorher nicht mehr zu erwarten. Und dass ihr jugendliches Ungestüm von einst nicht neu zu entfachen ist, scheint auch klar. So ist auf »The Great Detachment« also eigentlich alles wie früher: Es gibt fett produzierte Rocksongs (»America«, »Freak Out«), Folk-Rock-Liebeslieder (»More Than«, »Love Lies«), herzergreifende Balladen (»Shadowless«, »Who Are You«) und diesen einen Song, der aus irgendeinem komplett unerfindlichen Grund heraussticht (»Metropolis«). (MW)

Wintersleep

The Great Detachment

Release: 04.03.2016

℗ 2016 The Tom Kotter Company, under exclusive license to Dine Alone Music Inc.

The Coral »Distance Inbetween« (Ignition / Indigo)
Der »abgefucktere Sound«, den die Band selbstbewusst versprach, ist Promo-Sprech, denn The Coral machen exakt das, was sie immer als unglamouröse Arbeiter im Schatten der großen Gitarren-Bands aus Großbritannien gemacht haben. Das kann in Instrumentalpassagen-verliebte LSD-Fantasien wie »Connector« oder »White Bird« abdriften, in fiesem Rock-Gehämmer wie »Million Eyes« enden oder im besten Fall eine hübsche Ballade wie »Distance Inbetween« hergeben. (AW)

The Coral

Distance Inbetween

Release: 04.03.2016

℗ 2016 Ignition Records Ltd

Violent Femmes »We Can Do Anything« (PIAS / Rough Trade)
In seiner besten Zeit war das Trio aus Wisconsin bahnbrechend. Danach noch da. Ihre Konzerte eine Schau. Die spielen sie nun wieder. Und jetzt gibt es endlich auch die Platte zur Tour. Klingt immer noch super. Gordon Ganos lakonischer Erzählton, spartanisch instrumentiert. Manchmal geht ihnen die Jugend ab. Aber dann hört man eben die alten Alben. (SU)

Violent Femmes

We Can Do Anything

Release: 04.03.2016

℗ 2016 The copyright in this sound recording is owned by Add It Up Productions under exclusive licence to [PIAS]