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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit Lana Del Rey, Max Richard Leßmann, Dan Croll, u.v.m.

Platten der Woche

Wir haben wie immer die wichtigsten Veröffentlichungen der Woche für euch gehört. Diesmal mit Lana Del Rey, Max Richard Leßmann, Dan Croll, u.v.m.
Geschrieben am
Lana Del Rey »Lust For Life« (Vertigo / Universal)
Lana Del Reys perfekt austarierter Halbschlaf-Schnoddertonfall ist zutiefst »maroltesk«, ihr Sound eine künstliche Infusion von Melatonin mit einem Hauch LSD. Aus dem Nebel ihres Pop-Slowcore entsteigen auf ihrem vierten Album HipHop-Beiträge unter entscheidender Mitwirkung von A$AP Rocky, doch sind diese nicht der einzige Grund, weshalb derlei fadenwolkensanfte Musik einen »Parental Advisory«-Sticker trägt. Diese gespielte Unschuld mit Blümchen im Haar ist eine Medusa.
Oliver Uschmann

Lana Del Rey

Lust for Life

Release: 21.07.2017

℗ 2017 Lana Del Rey, under exclusive license to Vertigo/Capitol, a division of Universal Music GmbH

Max Richard Leßmann »Liebe in Zeiten der Follower« (Caroline / Universal)
Auch wenn Leßmann stets bemüht ist, zeitlose Bilder entstehen zu lassen, wirken diese zumeist ihrer nostalgischen Sehnsucht verhaftet.  Es gibt durchaus auch schöne Momente wie »Lied aus dir«, hier funktioniert die Entzeitlichung, weil Liebe wohl nicht alt wird. Leßmann kann hervorragend texten; es wäre schön, wenn er das schrullige Nostalgie-Orchester und diese Haltung dafür zu Hause ließe. Denn wer will schon einen 24-jährigen Sven Regener?
Konstantin Maier

Max Richard Leßmann

Liebe in Zeiten der Follower

Release: 21.07.2017

℗ 2017 Max Richard Leßmann, under exclusive license to Caroline International, a division of Universal Music GmbH

Dan Croll »Emerging Adulthood« (Communion / Caroline / Universal)
Für das zweite Album »Emerging Adulthood« wollte Dan Croll seinen Sound offenbar professionalisieren. Kein Song auf dem Album macht wirklich etwas falsch, das Gespür für gefällige Melodien ist weiterhin klar erkennbar. Und doch wirkt alles ein bisschen steril und leblos, so, als habe genau der Kampf mit dem schlechten Equipment Leben in seine früheren Stücke gespült. »Emerging Adulthood« ist spürbar ambitioniert, bleibt aber nicht wirklich im Gedächtnis.
Dominik Bruns

Dan Croll

Emerging Adulthood

Release: 21.07.2017

℗ 2017 Communion Group Ltd

Declan McKenna »What Do You Think About The Car?« (Columbia / Sony)
Auch musikalisch zeigte Declan McKenna bereits mit seinen Singles das Potenzial, zum neuen Konsens-Songwriter aller zu werden, die sich beim Wort »Pop« nicht vor Ekel im Schrank einsperren. Auch auf Albumlänge behält er nämlich den richtigen Riecher für gefällige, aber nie zu glatte Popsongs, auch wenn dem Hörer deren Hit-Tauglichkeit nur selten so sehr mit dem nackten Hintern ins Gesicht springt, wie es etwa die Auskopplung »The Kids ...« noch tat. Da bahnt sich das nächste große Ding an.
Jan Martens

Declan McKenna

What Do You Think About the Car?

Release: 21.07.2017

℗ 2017 Sony Music Entertainment UK Limited

Jetzt! »Liebe in GROSSEN Städten (1984-1988)« (Tapete / Indigo)
Bis jetzt blieb eine Leerstelle offen: das Werk von Michael Girkes Band Jetzt! zusammenzutragen und es einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Aufnahmen dieser Songs geben auch Hinweise darauf, warum Girke im Gegensatz zu den anderen nie auch nur der Ansatz einer Karriere beschieden war. Der Klasse dieser Compilation tut das aber natürlich keinen Abbruch, denn sie ist ein sehr gerne genommenes Zeitzeugnis mit vielen zeitlos großen Songs.
Christian Steinbrink

Tapete (Indigo)

Liebe in großen Städten (1984-1988)

Avey Tare »Eucalyptus« (Domino / GoodToGo)
Auch wenn »Eucalyptus« nicht das erste Soloalbum des Multiinstrumentalisten aus einer Band von Multiinstrumentalisten ist, wird deutlich, wie gut Avey Tare seine Bandkollegen tun. »Eucalyptus« ist ein spannendes und starkes Album. »Ms. Secret« etwa kann man sich auch auf »Merriweather Post Pavillon«, dem Kultalbum von Animal Collective vorstellen, und »Jackson 5« klingt wie eine »Painting With«-B-Seite. Insofern ist »Eucalyptus« ein weiteres aufregendes Teil des sich immer weiter ausfächernden Animal Collective-Universums.
Marius Wurth

Avey Tare

Eucalyptus

Release: 21.07.2017

℗ 2017 Domino Recording Co Ltd

Dizzee Rascal »Raskit« (Island / Universal)
»Raskit« präsentiert den MC weitgehend in alter Hochform, die Liebe zum Pop ist erloschen, und das tut seiner Musik gut. Der Sound ist in der ersten Hälfte seines sechsten Albums wieder ein brodelnder Mix aus technoid wummernden Beats und dröhnenden Synthie-Lines. Dass er dann auch noch beginnt, mit amerikanischem Hiphop zu kokettieren - das R’n’B-Stück »Man Of The Hour« bringt die Platte ungewohnt sanft nach Hause. Das Album ist ein insgesamt gelungenes Comeback des britischen Ausnahmekünstlers.
Kristof Beuthner

Dizzee Rascal

Raskit

Release: 21.07.2017

℗ 2017 Dirtee Stank Recordings Limited, under exclusive licence to Island Records, a division of Universal Music Operations Limited