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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit Jamie xx, SOAK, Ferris MC u.v.m.

Platten der Woche

Wie jeden Freitag: Die wichtigsten neuen VÖs für euch gehört. Diesmal mit Jamie xx, SOAK, Ferris MC u.v.m.
Geschrieben am
Jamie xx »In Colour« (Young Turks / XL / Beggars / Indigo / VÖ 29.05.15)
Jamie Smith macht gleich in den ersten Sekunden seines Debütalbums klar, was Sache ist: keine geflüsterten Sehnsuchtsbekundungen, keine Young-Marble-Giants-Gedächtnis-Riffs. Dafür markerschütternde Sub-Bässe und Spoken-Word-Schnipsel aus dem Jungle-Archiv. Kurz: »In Colour« soll weit mehr sein als nur eine Instrumentalversion von The xx. (PF)

Jamie xx

In Colour

Release: 29.05.2015

℗ 2015 Young Turks Recordings Ltd

Soak »Before We Forgot How To Dream« (Rough Trade / Beggars / Indigo / VÖ 29.05.15)
Glücklicherweise hat »Before We Forget How To Dream« es am Genre-Zoll vorbeigeschafft. Und läuft seitdem. Immer und immer wieder. Gut, dass weder ihre Musik noch Soak selbst irgendein Klischee zu erfüllen bereit scheint. Mit ihren kurzen Wuschelhaaren, dem leicht trotzigen Blick, den Tunnelohrringen und dem Lausbubengesicht wirkt sie eher aufmüpfig als zerbrechlich, ruft eher Assoziationen wie Punk oder Riot Grrrl als zarte Melodien, glockenklare Stimme und Akustikgitarre hervor. (SB)

SOAK

Before We Forgot How To Dream

Release: 29.05.2015

℗ 2015 Rough Trade

Ferris MC »Glück ohne Scherben« (Warner / VÖ 29.05.15)
Mittlerweile hat sich Ferris MC als Mitglied der Larger-than-life-Partytruppe Deichkind etabliert – und die füllen Hallen. Da könnte doch solo auch noch mal was bei ihm gehen. Die Platte selbst ahnt zumindest ihre prekäre Ausgangslage und bietet daher gleich mal alles Mögliche an: Storytelling, klassischen 1990er-Ami-HipHop-Style, Crossover, Disco, Deichkind. Das kann man vielseitig und witzig finden, wirkt aber, wenn man ehrlich ist, auch nach Trial & Error unter der Voraussetzung von Verzweiflung. (LV)

Ferris MC

Glück ohne Scherben

Release: 29.05.2015

℗ 2015 Warner Music Group Germany Holding GmbH / A Warner Music Group Company

Algiers »Algiers« (Matador / Beggars / Indigo / VÖ 29.05.15)
Textlich wirkt ihr selbstbetiteltes Debüt wie ein marxistisches Manifest von Frontmann Franklin James Fisher, das er in Screamin’-Jay-Hawkins-Manier von der Kanzel schleudert. Einer moralisch und politisch korrumpierten Gesellschaft wird schonungslos der Spiegel vorgehalten, die gutbürgerliche Fassade bröckelt. Entsprechend düster gestaltet sich auch das extrem verdichtete Klangbild. (TS)

Algiers

Algiers

Release: 29.05.2015

℗ 2015 Matador

Florence + The Machine »How Big, How Blue, How Beautiful« (Island / Universal / VÖ 29.05.2015)
Freunde von großen Gesten und erhabener Inszenierung kommen erneut auf ihre Kosten. Das Album will hoch hinaus, so wie das beachtliche Stimmvolumen der Sängerin, täuscht aber nur selten über das konventionelle Songwriting hinweg. Da helfen auch die von Will Gregory (Goldfrapp) schick arrangierten Bläsersätze nicht, die sich diesmal zum elegischen Streichersound gesellen. Ohnehin könnte sich die Londonerin in Sachen Style und Substanz einiges von dessen Hauptband abgucken. (KP)

Florence + The Machine

How Big, How Blue, How Beautiful (Deluxe)

Release: 13.05.2015

℗ 2015 Island Records, a division of Universal Music Operations Limited

Modestep »London Road« (Max / Ingrooves / Rough Trade / VÖ 29.05.2015)
Heroische Fanfaren, ein sakraler Chor, perlendes Klavier, dazu ein pathetisches Schweinerock-Gitarrensolo und bollernd dröhnende Dubstep-Beats? Was ist das denn? Die Verwirrung ist komplett, wenn ein wütender Alan Ford eine wilde Cockney-Schimpfkanonade auf den Hörer loslässt. Modestep aus London mischen im Verlauf ihres Albums »London Road« gnadenlos Rock und UK-Bass mit Electro, Metal und Klassik und machen auch nicht vor Dub, Garage oder Ragga halt. (AB)

Modestep

London Road (Bonus Version)

Release: 25.05.2015

℗ 2015 Max Records

Maribou State »Portraits« (Counter / Ninja Tune / Rough Trade / VÖ 29.05.15)
Eigentlich hätte es ein »Sure Shot« sein müssen: Egal, was Chris Davids und Liam Ivory in den vergangenen Jahren auch veröffentlichten – es saß. Sie entwickelten einen Sound, der trotz seiner eingängigen Handschrift immer noch genug Tiefe aufweisen konnte, um nicht in den unsäglichen Chill-out-Playlists auf YouTube zu enden. Doch ausgerechnet dafür scheint ihr neues Album »Rituals« nun mehr denn je prädestiniert zu sein. (PF)

Maribou State

Portraits

Release: 29.05.2015

℗ 2015 Counter Records