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Mit Isolation Berlin, All The Luck In The World u.v.m.

Platten der Woche

Wir haben wie immer die wichtigsten Veröffentlichungen der Woche für euch gehört. Diesmal mit Isolation Berlin, All The Luck In The World, Screaming Females u.v.m.
Geschrieben am
Isolation Berlin »Vergifte dich« (Staatsakt / Caroline / Universal)
Besoffene Gedankenspiele, dionysischer Wahnsinn und hedonistische Kompensation bestimmen das Metrum in jeder Zeile dieser unprätentiösen Spoken-Word-Psychose. Wenn das nun Spelunken-Pop (»In deinen Armen«) oder gar Berliner Schule ist, dann passt das entweder besser nach Hamburg oder hat schon jetzt die meisten Klassenbucheinträge. Aufmüpfiger Noise (»Vergifte dich«), melodiöse Piano-Liebelei (»In deinen Armen«) und schlaftrunkene Synthies kippen dem Imperativ des Albumtitels schizophrene, aber immerhin klare Sounddestillate ins Schnapsglas.
Benni Bender

Isolation Berlin

Vergifte dich

Release: 23.02.2018

℗ 2018 Staatsakt.

All The Luck In The World »A Blind Arcade« (All The Luck In The World / Rough Trade)
Bei genauerem Hinhören offenbaren die Songs eine Fülle an Ideen und vertrackten Arrangement-Elementen, die für eine erstaunliche atmosphärische Dichte sorgen. So hat die Band zum Beispiel rund um ihr Heimstudio, ein verlassener Holzschuppen in den Bergen ihres Heimatorts im Osten Irlands, organische Geräusche gesampelt und in den Sound eingeflochten. Das Ganze klingt plausibel, aber überhaupt nicht abgeklärt – frisch, sehnsüchtig und tieftraurig.
Claudius Grigat

All The Luck In The World

A Blind Arcade

Release: 23.02.2018

℗ 2018 All the Luck in the World

Federico Albanese »By The Deep Sea« (Neue Meister / Edel)
Stilistisch breitet Albanese die Flügel auf seinem nun dritten Album deutlich weiter aus und öffnet sich noch mehr der Elektronik. Auch Streicher nehmen einen größeren Platz ein, um seine Träumereien zu illustrieren. Das klingt in den stillen Momenten nach Ólafur Arnalds, in den ausladenden gar nach Hans Zimmers »Interstellar«-Soundtrack und ist gewohnt wunderschön und feinfühlig inszeniert.
Kristof Beuthner

Federico Albanese

By the Deep Sea

Release: 23.02.2018

℗ 2018 Neue Meister/Edel Germany GmbH

Curse »Die Farbe von Wasser« (Indie Neue Welt / Groove Attack)
Dieser Mann braucht kein Doubletime, um König zu sein, und schon gar nicht hängt er sich wie andere alte Hasen halbherzig an den Trap-Zug, ohne ihn ursprünglich befeuert zu haben. Die auch für B-Tight oder Olexesh tätigen Hitmasterz basteln ihm klassische Beats mit hübschen Pianofiguren, die auf Refrains hinauslaufen, die man sich merkt, gerade weil sie ohne erzwungenen Gesang auskommen.
Oliver Uschmann

Curse

Die Farbe von Wasser

Release: 23.02.2018

℗ 2018 Indie Neue Welt

Screaming Females »All At Once« (Don Giovanni / H’art)
Trotz ganzer 15 neuer Songs (inklusive des bedeutungsschwangeren Zweiteilers »Chamber For Sleep«) wirkt ihr von Matt Bayles (Pearl Jam, Mastodon) produziertes Album »All At Once« erstaunlich kurzweilig. Die wenigen Genre-Klischees werden zu ironischen Randnotizen, die mit starken Melodiebögen eine größere Welle auftürmen, als es der Gitarrenrock dieser Tage sonst meist hinkriegt.
Klaas Tigchelaar

Screaming Females

All At Once

Release: 23.02.2018

℗ 2018 Don Giovanni Records

S. Carey »Hundred Acres« (Jagjaguwar / Cargo)
S. Carey, der stille Bandleader Bon Ivers, hat mit »Hundred Acres« eine herzerwärmende Liedersammlung geschnürt, die als Statement für die Ästhetik des Einfachen verstanden werden darf, zugleich aber auch durch eine kristallklare Produktion überzeugt. Dass das eine das andere nicht ausschließen muss, ist nach diesen knapp 40 Minuten hinlänglich bewiesen – wenngleich man zugeben muss, dass ein paar Field Recordings dieser fast schon penetrant behaglichen Platte durchaus gut zu Gesicht gestanden hätten.
Valentin Erning

S. Carey

Hundred Acres

Release: 23.02.2018

℗ 2018 Jagjaguwar

Vance Joy »Nation Of Two« (Atlantic / Warner)
Längste Verweildauer aller Zeiten in den australischen Single-Charts – da muss schon mehr als ein schnöder Blitz zweimal einschlagen, um einen Erfolg wie »Riptide« zu wiederholen. Auch ohne diesen unmöglichen Versuch zu starten, liefert James Keogh alias Vance Joy auf seinem zweiten Album mit in ihrem Kern simplen, unschuldig schönen Songs allerdings wieder viel Futter für Gitarren- und (im Falle des schamlosen Sommerboten »Saturday Sun«) Ukulelen-Schüler, die schon im ersten Lehrjahr mit ihrem Instrument Mädels verzaubern wollen.
Jan Martens

Vance Joy

Nation of Two

Release: 23.02.2018

℗ 2018 Atlantic Recording Corporation for the United States and WEA International Inc. for the world outside of the United States excluding Australia and New Zealand

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