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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit Genetikk, Peter Doherty, Stubenhacker u.v.m.

Platten der Woche

Wie jeden Freitag: Die wichtigsten VÖs für euch gehört. Diesmal mit Genetikk, Peter Doherty, Stubenhacker u.v.m.
Geschrieben am
Genetikk »Fukk Genetikk« (Selfmade / Universal)
»Wenn hier irgendjemand Genetikk fickt, dann wir selbst«. Die Rap-Crew Genetikk, bestehend aus Producer Sikk und dem scheinbar immer etwas heiseren Rapper Karuzo, bleibt weiter unangepasst und gibt nichts darauf, dass sie mit ihrem konzeptionellen Ansatz mit Masken und Widersprüchlichkeiten die Deutschrap-Szene spaltet. Auf eindringlichen Old-School-Beats und mit einer guten Portion Sarkasmus rappen sie über die Liebe und das Internet, die Ausbeutung der Dritten Welt und, wie es auch das Albumcover andeutet, das Chaos im Nahen Osten.
Dominik Djialeu

Genetikk

FUKK GENETIKK

Release: 02.12.2016

℗ 2016 Selfmade Records, a division of Universal Music GmbH

Peter Doherty »Hamburg Demonstrations« (Clouds Hill / BMG / Warner)
Heroin injiziert sich Peter Doherty nun scheinbar nicht mehr. Sein zeitweiliger Wohnort Hamburg, den er im Albumtitel zitiert, soll beim Kampf gegen die Sucht eine zentrale Rolle gespielt haben. In seiner Musik ist derweil vieles wie in den guten alten Tagen in Albion: Wenn man sich nicht vom DIY-Collagen-Cover abschrecken lässt – angesichts dessen man froh ist, dass Doherty sich nicht ausschließlich als Maler versucht hat – kann man eine schöne Platte entdecken, auf der einer der tragischsten Romantiker der Singer/Songwriter-Fraktion von Liebe, Tod und Vergänglichkeit erzählt.
Annette Walter

Peter Doherty

Hamburg Demonstrations

Release: 02.12.2016

℗ 2016 Eudaimonism Limited under exclusive licence to Clouds Hill GmbH and BMG Rights Management (UK) Limited

Stubenhacker »Für immer wach« (Tapete / Indigo)
Telefonbildschirme vor Augen und Mund kleben. Und sich dann das Alter Ego einer rappenden künstlichen Intelligenz überstülpen. Kann man mal machen. Kann man auf Albumlänge aber vielleicht auch lieber lassen. Die Rolle des fiktiven Hackers, der Songs von Fettes Brot und den Orsons gleichermaßen gelungen und durchgedreht remixt und durch die dazugehörigen Videos spaziert, passt dazu und unterhält, so lange sie im Hintergrund bleibt. Ein komplett der Kunstfigur gewidmetes Album ist jedoch vor allem eins: zu viel.
Jan Martens

Stubenhacker

Für immer wach

Release: 02.12.2016

℗ 2016 Tapete Records

The Trouble With Templeton »Someday, Buddy« (Bella Union / Coop / PIAS / Rough Trade)
Die Folge 45 des 1950er/1960er-Mystery-Klassikers »The Twilight Zone« behandelt eine medikamenteninduzierte und mystische Episode im Leben eines nicht mehr ganz glücklichen Schauspielers am Broadway. Umso glücklicher und ebenso wundersam ist der verspielte und träumende Folk-Rock dieses nach besagter Episode benannten Quartetts aus Down Under. Die verzerrten und krachenden Momente der zwei Vorgängeralben sind nuancierten Harmonien gewichen, die von Calders bittersüßem Gesang ummalt werden, der kleine Geschichten von Wünschen und Geheimnissen erzählt.
Menachim Zwartmann

The Trouble With Templeton

Someday, Buddy

Release: 02.12.2016

℗ 2016 Bella Union