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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit Foo Fighters, Angus & Julia Stone, Ariel Pink u.v.m.

Platten der Woche

Wir haben wie immer die wichtigsten Veröffentlichungen der Woche für euch gehört. Diesmal mit Foo Fighters, Angus & Julia Stone,  Ariel Pink u.v.m.
Geschrieben am
Foo Fighters »Concrete And Gold« (RCA / Sony)
Das Album enthält eine gute Portion schunkelbares, perfekt durchproduziertes und gespieltes Gitarrengehacke mit ein bisschen Screamo-Profil, das jeden Festival-Rocker zufriedenstellen wird. Aber immer dann, wenn es spannend wird, löst sich die Hoffnung auf ein wenig Genialität spätestens beim ersten Refrain in hochpoliertem Bombast auf. Wir können nur hoffen, dass sich die Foo Fighters bei so viel Belanglosigkeit bald auflösen.
Klaas Tigchelaar

Foo Fighters

Concrete and Gold

Release: 15.09.2017

℗ 2017 Roswell Records, Inc. under license to RCA Records, a unit of Sony Music Entertainment

Angus & Julia Stone »Snow« (Vertigo / Universal)
Ein in sich konsistentes Album, das mit Bontempi-Orgel-Beats, elektronischen Elementen, angezerrten Gitarren, bluesigen Sprengseln und Rock’n’Roll-Phrasierungen das Träumerische der frühen Alben weitgehend hinter sich lässt. Reizvoll und außergewöhnlich ist es mehr denn je, wenn die beiden abwechselnde Frage-Antwort-Teile einbauen. Das Ganze klingt zwar recht abwechslungsreich, ist aber vom Songmaterial her eher dem schwächeren Output der Australier zuzuordnen.
Claudius Grigat

Angus & Julia Stone

SNOW

Release: 15.09.2017

℗ 2017 Angus & Julia Stone, under exclusive license to Vertigo/Capitol, a division of Universal Music GmbH

Ariel Pink »Dedicated To Bobby Jameson« (Mexican Summer / Al!ve)
»Time to meet your god, time to get regards«, ruft Ariel Marcus Rosenberg aus und erinnert hier besonders an den Ziehvater Maus. In der Folge werden wieder verschiedene Spielarten musikhistorischer Genres genüsslich ausgebreitet. Alles beim Alten, und doch hat Pink die losen Enden seiner Kunst vielleicht noch nie so perfekt zusammengefügt wie auf dieser vor genialen Einfällen strotzenden Wahnsinnsplatte.
Kai Wichelmann

Ariel Pink

Dedicated to Bobby Jameson

Release: 15.09.2017

℗ 2017 Kemado Records, Inc., d/b/a Mexican Summer

Ducktails »Jersey Devil« (New Images)
In ein Ducktails-Album kann man sich hineinlegen wie in eine süße Sucht: himmelhohe Hymnen, Gitarrenlinien, die sanft Kringel auf dein Herz malen, Lolli-Pop in Perfektion. Matt Mondanile hat privat eine Vorliebe für musikalische Experimente, entwirft aber auf seinem sechsten Album doch wieder ein melancholisch-sonniges Klangkaleidoskop. Schade ist nur, dass sich diesmal, im Unterschied zu den vorherigen Werken, ein Konzept nicht so recht erschließt.
Steffen Greiner

Ducktails

Jersey Devil

Release: 15.09.2017

℗ 2017 New Images

Fink »Resurgam« (R’Coup’d / Ninja Tune / Rough Trade)
Fin Greenall hat seit den 1990ern mehr als eine Inkarnation durchlaufen: vom Techno-DJ zum Singer/Songwriter zur Band. »Resurgam« ist ein dunkles, behäbiges Album. Atmosphäre ist wichtiger als Melodie, und anstelle eines Refrains wird lieber der Songtitel mantrahaft wiederholt. Nur manchmal hellt die Stimmung auf, etwa mit der afropoppigen Gitarre und dem Groove von »Godhead«. »Not Everything Was Better In The Past« heißt ein Stück. Nein, früher war nicht alles besser. Aber manches.
Nina Gierth

Fink

Resurgam

Release: 15.09.2017

℗ 2017 R’COUP’D

Hot Water Music »Light It Up« (Rise / BMG / Warner)
Wenn Ragan auf diesem Album hier und da seine typische, gurgelnde Schleifpapier-Intonation zu sehr auf die Spitze treibt, muss man schmunzeln. »Never Going Back« tariert sämtliche Stärken der Band perfekt aus: Man möchte raus, in die Welt, auf die Landstraßen, in die Sümpfe, um sich auf der Ladefläche eines Pick-up trinkend dem euphorischen Weltschmerz hinzugeben. Das Album gibt sich ein wenig ruppiger und reduzierter, bleibt aber ein behagliches Homecoming.
Oliver Uschmann

Hot Water Music

Light It Up

Release: 15.09.2017

℗ 2017 Rise Records

Sløtface »Try Not To Freak Out« (Propeller / Rough Trade)
Nicht durchdrehen, ruhig bleiben. Keine ganz so einfache Forderung, die Sløtface in ihren Albumtitel gepackt haben. Denn der hibbelige Pop-Punk ist eher zum juvenilen Rumspringen als zum besonnenen Reflektieren geeignet. Was nicht heißt, dass hier überall stupide Plattitüden hervorsprudeln würden. Vielmehr arbeitet Frontfrau Haley Shea auf »Try Not To Freak Out« an einer Art von partytauglichem Ermächtigungs-Feminismus, der gleichzeitig Spaß und nachdenklich macht.
Marius Wurth

Sløtface

Try Not To Freak Out

Release: 15.09.2017

℗ 2017 Propeller Recordings

Son Little »New Magic« (Anti- / Indigo)
Son Littles zweites Album »New Magic« besitzt dicke, schwere Tropfen aus Soul und Blues, schafft aber auch die Spagate zu HipHop, Rock, Funk und zeitgenössischem R’n’B. Die elf Stücke der LP sind so durchaus vielseitig geraten, werden aber von einem souveränen und äußerst beseelten Songwriting zusammengehalten. Son Little zeigt sich als erstklassiger, traditionsbewusster Soul-Künstler, der aber sogar noch mehr kann und damit in die Liga von SolangeBlood Orange und Danger Mouse vorstößt.
Christian Steinbrink

Son Little

New Magic

Release: 15.09.2017

℗ 2017 Anti

Rostam »Half-Light« (Nonesuch / Warner)
Nach Arbeiten mit Frank Ocean und Solange sowie einem Kollaborations-Album mit Hamilton Leithauser (The Walkmen) im letzten Herbst folgt nun Rostams Solodebüt, und es klingt tatsächlich wie »Diplomat’s Son« auf Albumlänge gezogen. Die songwriterische Klasse von Vampire Weekend erreicht er dabei (und ohne den kongenialen Ezra Koenig vermutlich natürlicherweise) nur in einigen der 17 Tracks. Dafür sind die Texturen und Klangideen allesamt zum Jubilieren, was das Album zu einer außerordentlich erfreulichen Angelegenheit macht.
Steffen Greiner

Rostam

Half-Light

Release: 15.09.2017

℗ 2017 Nonesuch Records Inc.