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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit DJ Koze, Jon Hopkins, Frank Turner u.v.m

Die besten Platten der Woche

Wir haben wie immer die wichtigsten Platten der Woche für euch gehört. Diesmal mit DJ Koze, Jon Hopkins u.v.m.

Geschrieben am

DJ Koze »Knock Knock« (Pampa / Rough Trade)
DJ Koze haut bereits am Anfang seines neuen Albums einen Track raus, nach dem eigentlich alles gesagt ist. Das gemütlich vor sich hin räkelnde »Club der Ewigkeiten« vereint auch ohne Vocals bereits all den Spökes, den man an Kosi liebt: Abenteuerfreude, eine ulkige Hook und diese organische Vitalität, die elektronische Musik wie eine Naturdoku erscheinen lässt. Eigentlich ist Koze musikalisch bereits seit Jahren da angekommen, wo viele DJs hin möchten. Und doch hat er wieder Wege gefunden, sich zu steigern und bei all dem Pioniergeist eingängiger zu werden.
Sebastian Jegorow

DJ Koze

Knock Knock

Release: 04.05.2018

℗ 2018 PAMPA RECORDS

Jon Hopkins »Singularity« (Domino / GoodToGo)
Das Album beginnt und endet mit dem gleichen Ton, dazwischen lässt Hopkins seine Tracks immer wieder spannungsgeladen anschwellen und sanft abschwellen. Stotternde Beats wie in »Emerald Rush« und auslöschende Filtereffekte wie in »Neon Pattern Drum« lassen den 4/4-Takt immer wieder auseinanderfallen, bis mit »Everything Connected« der stampfende Höhepunkt des Albums erreicht ist. Das Album ist vom Innovationsgesichtspunkt her zwar keine Sensation wie sein Vorgänger, aber eine Fortsetzung ohne Substanzverlust.
Timo Weber

Jon Hopkins

Singularity

Release: 04.05.2018

℗ 2018 Domino Recording Co Ltd

Daniel Blumberg »Minus« (Mute / PIAS / Rough Trade)
»Minus the intent to feel I’m here«, singt er im Titeltrack, der sich von einem simplen Klavierthema in Richtung einer wilden Improv-Nummer vorwärtsschraubt – und damit die Blaupause für den Rest festlegt. Im Zwölf-Minuten-Epos »Madder« treibt er dem Wahnsinn entgegen und kommt in einem finalen Gitarreninferno abhanden. Der Schlusssong »Used To Be Older« bringt dann die ganz große musikalische Erlösung und unterstreicht das Sakrale der Platte: Schließlich stellt auch in der Messe der Chor den Höhepunkt dar.
Christian Steigels

Daniel Blumberg

Minus

Release: 04.05.2018

℗ 2018 Daniel Blumberg under exclusive license to Mute Artists Limited

Frank Turner »Be More Kind« (Polydor / Universal)
Ein kleines bisschen anders klingt »Be More Kind« zwar schon: anders arrangiert, größere Instrumenten- und Effekt-Auswahl. Dazu Streicher, die man sich hätte sparen können, und an vielen Stellen etwas mehr Pop und etwas weniger Punk. Aber einen deutlichen Schritt aus der Komfortzone tut Turner mit dem Album trotzdem nicht. Doch was spricht denn dagegen, dass man das, was man gut kann, eben nur ein bisschen variiert und keine allzu großen Experimente wagt? Davon abgesehen ist das Markanteste an Frank Turner eben auch seine Stimme, und selbst mit viel gutem Willen kann man daran ja nun wenig ändern.
David Winter

Frank Turner

Be More Kind

Release: 04.05.2018

A Polydor Records release; ℗2018 Xtra Mile Recordings Limited, under exclusive licence to Universal Music Operations Limited

Ed Motta »Too Slow To Disco Brasil« (How Do You Are? / Rough Trade)
Ed Motta, einer der wichtigsten zeitgenössischen Musiker vom Zuckerhut, übernahm das Zusammenstellen von 19 soft flowenden Pop-Preziosen. Und weil er über eine illustre Plattensammlung, viel Insider-Wissen und ein gutes Gespür für Soul, Funk, Jazz und Bossa verfügt, ist auch »Too Slow To Disco Brasil« eine sehr runde und relaxte Angelegenheit. Der Sampler wirkt wie ein Trip durch die brasilianische Musikszene der 1980er, vielleicht einen kleinen Tick tanzbarer als die von Yacht Rock geprägten Vorgänger.
Kristof Beuthner

Various Artists

Too Slow to Disco Brasil Compiled by Ed Motta

Release: 04.05.2018

℗ 2018 How Do You Are?

Eleanor Friedberger »Rebound« (Frenchkiss / Membran)
Für ihr viertes Soloalbum ist Eleanor Friedberger zu ihren familiären Wurzeln nach Griechenland gereist und hat neben dem Frust über die Trump-Idiokratie auch ihre Band in Amerika gelassen. So ist »Rebound« trotz ihrer Pläne, die Wut über die politische Lage in aggressiven Songs zu bündeln, keine laute Punk-Platte geworden. Der Rohentwurf des Albums entstand sogar an einem popeligen Keyboard. Griechenland hört man auf »Rebound« zwar nur mit viel Fantasie heraus, Friedbergers Rückzug resultiert stattdessen in mehr Retro-Appeal und flächigen Klängen.
Sebastian Jegorow

 

Eleanor Friedberger

Rebound

Release: 04.05.2018

℗ 2018 Frenchkiss Records