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Mit Courtney Barnett, TT, Paul Kalkbrenner u.v.m.

Die besten Platten der Woche

Wir haben wie immer die wichtigsten Veröffentlichungen der Woche für euch gehört. Diesmal mit Courtney Barnett, Paul Kalkbrenner u.v.m.

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Courtney Barnett »Tell Me How You Really Feel« (Marathon Artists / Rough Trade)
Natürlich ist vieles wieder da, was Barnett so verehrenswert macht: die unverkennbare, immer leicht genervt klingende Stimme, die melodischen Gitarren und das Zupackende. Doch zunächst zieht »Tell Me How You Really Feel« ihre Hörer bis in den Keller, nachzuhören im Opener »Hopelessness«, und dort gehen erst mal alle Lichter aus. Nach diesem Song zu urteilen, hatte Barnett tatsächlich bittere Versagensängste. Doch die Platte führt, so sagt sie es selbst, vom Regen in die Sonne: An Momenten der Selbstbehauptung (»Im not your mother, I’m not your bitch«) vorbei leitet sie mit »Sunday Roast« fast schon fröhlich heraus.
Kai Wichelmann

Courtney Barnett

Tell Me How You Really Feel

Release: 18.05.2018

℗ 2018 Marathon Artists

TT »Lovelaws« (Loveleaks / Caroline / Universal)
Hier sind jeder Ton und jedes Sample bewusst gesetzt. Diese Herangehensweise verbindet TT mit der Perfektionistin Kate Bush, die dies »Nostalgie mit den Mitteln der Zukunft erkunden« nannte. Auf »Lovelaws« überwindet TT (Warpaint-Sängerin Theresa Wayman) nostalgische Gitarrenarbeit, übersetzt sie in futuristische Klanggebilde und erschafft so mit Leichtigkeit eine emanzipatorische Musik, in der es um thematisch Schwieriges wie Mutterschaft, Beziehungen und Einsamkeit, aber auch das Leben auf Tour geht.
Kerstin Kratochwill

TT

LoveLaws

Release: 18.05.2018

℗ 2018 LoveLeaks

Family Of The Year »Goodbye Sunshine, Hello Nighttime« (Reprise / Warner)
Während sich das synthesizerlastige »Hold Me Down« hervorragend als frühmorgendlicher, entspannter Rausschmeißer in jeder großstädtischen Indie-Disco eignet, machen der mehrstimmig säuselnde Gesang sowie der beherzte Einsatz jedes denkbaren Moll-Akkords umgekehrt fast jeden anderen Song zum perfekten Soundtrack, falls ein Regisseur irgendwann einfach stundenlang einen Sonnenuntergang filmen sollte.
Jan Martens

Family of the Year

Goodbye Sunshine, Hello Nighttime

Release: 18.05.2018

℗ 2018 Reprise Records

GAS »Rausch« (Kompakt / Rough Trade)
Das Spiel mit der deutschen Mystik, mit verdichteten Partikeln aus Klassik, Drones und Loops, ewig, dunkel, dräuend, ist auch auf dem zweiten Album nach der 17-jährigen Pause des Projekts – beendet im letzten Jahr durch »Narkopop« – die Energiequelle der hochabstrakten Klangtapete. Allerdings sendet Wolfgang Voigt massiv hochkulturelle Signale: In einem Rutsch solle man »Rausch« bitte sehr durchhören, auch ein Gedicht hat er den Hörenden gleich mitgeschickt, schönstes Camp: »Rausch with no name. My beautiful shine. You are the sun. This is where I want to be.«
Steffen Greiner

Gas

Rausch

Release: 18.05.2018

℗ 2018 Kompakt

John Maus »Addendum« (Domino / GoodToGo)
Der Amerikaner schafft es, sich im eigenen, eng gesteckten Referenzrahmen zu bewegen, ohne zu langweilen. Er entlockt seinen Synthies und Keyboards immer noch genügend melodische Kniffe, da braucht es keine Evolution. Gleichzeitig wird die Manifestation eines der eigenständigsten Künstler der Gegenwart vorangetrieben. Die psychoartige Melodie in »Dumpster Baby« begeistert ebenso wie der New-Wave-Pop in »Figured It Out«. Dem Sog dieses düsteren und extrem eigenständigen Pop-Entwurfs kann und darf man sich also nach wie vor nicht entziehen.
Kai Wichelmann

John Maus

Addendum

Release: 18.05.2018

℗ 2018 Ribbon Music, LLC

Parquet Courts »Wide Awake« (Rough Trade / Beggars / Indigo)
Die Zusammenarbeit mit Danger Mouse als Produzentscheint die musikalische Varianz der wütenden New Yorker noch gesteigert zu haben: In »Violence« wird ordentlich auf der Orgel rumgeklimpert, Bassist Sean Yeaton ist durchgängig dem Funk erlegen, und im Titelsong »Wide Awake« kommt Schlagzeuger Max Savage auf einmal mit der Sambatruppe vom Karneval der Kulturen daher. Wenn eine Band der Rockmusik ihr Veränderungspotenzial wiederbringen könnte, dann die Parquet Courts.
Marius Wurth

Parquet Courts

Wide Awake!

Release: 18.05.2018

℗ 2018 Rough Trade

Paul Kalkbrenner »Parts Of Life« (Columbia / Sony)
Paul Kalkbrenner ist definitiv ganz oben und vorne mit dabei, und dieses Album manifestiert erneut seinen Status als das prima vermarktbare deutsche Techno-Aushängeschild. Der Nachfolger seiner »Back To The Future«-Trilogie präsentiert einen Mix aus alten Resten und neuen Ideen. Einige Vocal-Samples und Sounds von alten Festplatten wurden hierfür gerettet und überarbeitet. Die Tracks tragen schlicht die Arbeitsnummern der Produktion und ballern voller Lebensfreude zwischen hymnischen Electro-Pop-Passagen, Café-Del-Mar-Trompeten und härteren Instrumentals hin und her.
Klaas Tigchelaar

Paul Kalkbrenner

Parts of Life

Release: 18.05.2018

℗ 2018 Sony Music Entertainment Germany GmbH

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