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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit Baroness, Cage The Elephant, Bernd Begemann u.v.m.

Platten der Woche

Wie jeden Freitag: Die wichtigsten neuen VÖs für euch gehört. Diesmal mit Baroness, Cage The Elephant, Bernd Begemann u.v.m.
Geschrieben am
Baroness »Purple« (Vertigo Berlin / Universal)
Auch ohne das Wissen um ihre Entstehung finden diese fantastischen Songs den direkten Weg in Herz, Hirn und Gedärm. Denn so fulminant wie Baroness gelingt, abgesehen vielleicht noch von Mastodon, kaum einer Band die Zusammenführung speckig-wuchtiger Metal-Riffs der ganz alten Doom-Schule mit schwebend zirpender, progressiver Farbenfreude und sahnigen Melodien, die so melancholisch anrühren, wie sie ohne Umschweife Kraft spenden und aufrichten. Elegisch, knorrig, gleitend und dabei eine ausladende Suchbewegung ausstrahlend, führen sie schwerblütige, existenzielle Erdigkeit und nahezu kosmische Fülle zusammen, die ihresgleichen sucht. Und die in der Weite schließlich das Innerste findet. Music is the healer. Es ist ein Klischee, sicher. Vor allem aber ist es ein Segen. (UI)

Baroness

Purple

Release: 18.12.2015

℗ 2015 Abraxan Hymns, under exclusive license to Vertigo/Capitol, a division of Universal Music GmbH

Cage The Elephant »Tell Me I’m Pretty« (RCA / Sony)
Cage The Elephants neues Album »Tell Me I’m Pretty« ist ein authentisches und cooles Garage-Rock-Kunstwerk geworden. Wer mit The Black Keys vertraut ist, der kann durchaus Dan Auerbachs Handschrift heraushören. Besonders »Punching Bag«, in dem die Bass-Drum lautmalerisch den Songtitel bumst, trägt die »Auerbach-Fragrance«. Verglichen mit dem Vorgängeralbum »Melophobia«, hinter dessen Ruhm sich »Tell Me I’m Pretty« keinesfalls verstecken muss, kommt den Songs ein ausgeprägterer Vintage-Sound zugute. (LW)

Cage the Elephant

Tell Me I'm Pretty

Release: 18.12.2015

℗ 2015 RCA Records, a division of Sony Music Entertainment

Bernd Begemann & Die Befreiung »Eine kurze Liste mit Forderungen« (Popup / Cargo)
Bernd Begemann ist der Ewige. Solange Bühnen gebaut werden, wird er touren, und sein Repertoire giert nach genau den Songs, die er hier auf diesem Album in beinahe besorgniserregender Dichte zusammengetragen hat. Bernd ist Schlagerfan. Aber sein Schlager hat Humor und ist ein Erzähler prekärer Lebensumstände zugleich. Wie Gerhart Hauptmann, nur witzig und zum Mitsingen. Mit dieser Herangehensweise wird man nie vom Zeitgeist überholt. Alles, was diesen ausmacht, hat er lange nicht mehr so gut zusammengefasst wie hier. (CSc)

Logic »The Incredible True Story« (Def Jam / Universal)
The Incredible True Story« ist ein Konzeptalbum, dass in 14 Tracks und vier Skits versucht, der Geschichte des HipHop und sogar der ganzen Menschheit beizukommen. Angefangen bei den harmonischen Arrangements und filmhaften Streichern des Intros »Contact« und dem folgenden »Fade Away«, für das Logic nicht nur hervorragend spittet, sondern auch an den Reglern Hand anlegen durfte, offenbart er Track für Track die ganze Bandbreite seiner Fähigkeiten - und davon gibt es eine Menge. (SU)

Logic

The Incredible True Story

Release: 13.11.2015

℗ 2015 Def Jam Recordings, a division of UMG Recordings, Inc.

Monica »Code Red« (RCA / Sony)
»Code Red« ist auf wohltuende Weise nicht state of the art, gleichzeitig aber auch nicht so zwingend wie Erste-Klasse-Alben von Mariah, Beyoncé oder der nach wie vor schmerzlich vermissten Aaliyah. So teilt Monica seit ihrem Hit das Schicksal von Gefährtinnen wie Eve oder Mya: Große Klasse, aber aus zumindest teilweise unverschuldeten Gründen doch nur zweite Wahl. (CSt)


Monica

Code Red

Release: 18.12.2015

℗ 2015 RCA Records, a division of Sony Music Entertainment

Diverse »30th Century Records Compilation Vol. 1« (Columbia / Sony)
Dass DJ Danger Mouse ein Digger auf der Suche nach den vergrabenen Perlen des Pop ist, war seinen Fans schon länger bekannt. Dass er auch einen Auftrag verspürt, missionarisch tätig zu sein, aber noch nicht: Auf der hinterlistig opulent betitelten Compilation »30th Century Records Compilation Vol. 1« versammelt er elf Tracks eher unbekannter Freunde und Zöglinge, erstaunlicherweise mit einem kaum spürbaren HipHop-Anteil. Das Album ist eher ein Indie-Sampler mit Songs, dessen Groove-Sektion aber immer spürbar von Danger Mouses Trademark-Sound geprägt ist. Bekanntester Act sind Dan Auerbachs The Arcs, aber auch dahinter verbirgt sich manches Highlight, zumindest aber immer gutklassige Qualität. Alles andere wäre aber auch höchst verwunderlich gewesen. (CSt)

Various Artists

30th Century Records Compilation, Vol. 1

Release: 18.12.2015

℗ Compilation 2015 Columbia Records, a Division of Sony Music Entertainment