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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Alben vom 16.02.07

Platten der Woche

Karneval. Für viele ja durchaus ein Grund, sich mit den Lieblingsplatten mal ein verlängertes Wochenende lang im Bunker einzuschließen. Da schaffen wir gerne Abhilfe, das Kostüm gespart, reicht der letzte Rest der Rente ja vielleicht auch noch für eine der folgenden Platten (wie immer, ohne Garantie
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Karneval. Für viele ja durchaus ein Grund, sich mit den Lieblingsplatten mal ein verlängertes Wochenende lang im Bunker einzuschließen. Da schaffen wir gerne Abhilfe, das Kostüm gespart, reicht der letzte Rest der Rente ja vielleicht auch noch für eine der folgenden Platten (wie immer, ohne Garantie und Anspruch auf Vollständigkeit). Here wo go:


Tomboy - Serios (Gomma / Groove Attack)
Wie immer ganz weit vorne, der Whomadewho-Drummer mit seinem neuen Gomma-Release. Auch solo ein entspanntes Stück Elektro-Boogie bzw. House Pop bzw. Disco. Könnte noch ewig so weiter gehen.

Pole - Steingarten (Scape / Indigo)
Nach Minimal-Experimenten mit Dub- und Hip-Hop legt Pole mit 'Steingarten' ein Album vor, das kaum konkrete Referenzen aufweist. Geblieben ist der für Pole so charakteristische Minimalismus. Um kleine Loops werden Arrangements aufgebaut, die auf jegliche Ornamente verzichten.

Trans Am - Sex Change (Thrill Jockey / Rough Trade)

The Tiny - Close Enough (Eyeball / Cargo)
Ein düsteres, unheimliches Album. Sängerin Larsson klingt immer noch wie eine Mischung aus Björk und Joanna Newsom und tanzt auf einem dünnen Seil über den schwarzen Abgrund. Schaurig schön.

Redondo Beat - When The Day Turns In Tonight (Paul! / Rough Trade)
Sixties-Beat aus deutschen Landen. Wer an Bundesvision Song Contest und 200 Sachen denkt, liegt falsch. Authentisch, knarzig, mögen auch eure Eltern.

Polarkreis 18
- Polarkreis 18 (Motor / edel)

Yoko Ono - Yes, I'm A Witch (Astralwerk / EMI)
Die Lennon-Witwe feiert eine Party und lädt zur posthumen Ehrerbietung des Gatten John und der gemeinsamen Werke. Mit dabei: Peaches, The Flaming Lips, Le Tigre, The Polyphonic Spree u.v.a. mit teils haarsträubenden, teils unglaublichen, teils unerwarteteten Versionen des Lennon/Ono-Katalogs.

Of Montreal - Hissing Fauna Are You The Destroyer? (Polyvinyl / Cargo)
Das mittlerweile sechste Album der Band aus der R.E.M.-Stadt Athens, Georgia. Und gleich eine komplette Zeitreise in die sechziger (Psychedelic Rock, Eight Miles High) bzw. achtziger (New Wave). Ein schönes Spektrum, das sie da abdecken. Eines von vielen Highlights: Das zwölfminütige Epos 'The Past Is A Grotesque Animal'.

Murder By Death - Like The Exorcist, But More Breakdancing (Eyeball / Cargo)
Ein eklektisches Debüt, das einen weiten Bogen spannt: Streicher-beladenes Fernweh trifft auf kompakt-aggressive Rocksongs. "Sometimes you walk the line, sometimes it walks you". So ist es.

Die Moulinettes - Für eine Handvoll Moulinettes 10 Jahre verstrickt (Echokammer / Indigo)
Zum Zehnjährigen: 22 Classics der Münchner Damenkapelle (mit Mann), mit besten Grüßen von Ennio Morricone, Henry Mancini und dem ewig schuldigen Bossa Nova.

Killed By 9V Batteries - Killed By 9V Batteries (Siluh Records / Broken Silence)
Robert Stadlobers Siluh Records-Label hat diese Österreicher ausgegraben. Rauh bis melodisch geht es auf diesem ordentlichen Indie-Rock-Debüt zu, für Fans von Yo La Tengo et al. eine Testrunde wert.

Joakim
- Monsters & Silly Songs (k7! / Rough Trade)
Das dritte Album des Franzosen, ein fantastisches Indie-Dance-Album, mit Live-Band und dem Mut zur Improvisation.

High Llamas - Can Cladders (Drag City / Rough Trade)
Ein butterweiches Popalbum, mit allem was (vermeintlich nicht) dazugehört: White Soul, Motown und UK Reggae. Großartig.

Harmful - 7 (Noisolution / Indigo)

The Gothic Archies - The Tragic Treasury (Nonesuch / Warner)

The Fall - Reformation Post TLC (Sanctuary / Rough Trade)
Was soll man sagen: Mark E. Smiths neues Werk. Die Kollegen vom Wire haben sie, so hört man, in Dauerrotation laufen. Vielleicht nicht die schlechteste Idee, zumindest für devote Fans.

Explosions In The Sky - All Of A Sudden I Miss Everyone (Cooperative / Rough Trade)
Die Texaner im Postrock-Olymp. Jahrelang unter dem Radar durchgesegelt, schicken sich EITS nun an, auch von einem breiteren Publikum wahrgenommen zu werden. Mit einer herrlich ausufernd, entrückten Instrumentalmusik, die zwischen laut und leise schwankt und sich in dre Unendlichkeit verliert wie ein Kahn auf dem weiten Meer.

The Earlies - The Enemy Chorus (Groenland / EMI)

Do Make Say Think - You, You're A History In Rust (Constellat / Al!ve)
Toronto rules! Noch ein wunderschönes Postrock-Abenteuer diesen Freitag und schon wieder: Rein instrumental, voller schwirrender Akustikgitarren und wirbelnder Percussions.

The Apples In Stereo - New Magnetic Wonder (Yep Roc / Cargo)
Der erste Apples-Output seit fast fünf Jahren und ELO lassen grüßen: Vocoder-Refrains, vielschichtige Gitarren, ein Prog-Rock-Ungetüm, aber ein hübsches.