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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Alben vom 27.10.06

Platten der Woche

Da hatten die Damen und Herren der Plattenindustrie doch wirklich mal eine gute Idee, als sie den Neu- erscheinungs-Tag auf einen Freitag legten. Seitdem starte ich jeden Freitagnachmittag zum Plattenladen und grüße meinen Nachbarn, mit dem ich sonst immer gemeinsam zum Getränkemarkt gefahren bin. H
Geschrieben am

Da hatten die Damen und Herren der Plattenindustrie doch wirklich mal eine gute Idee, als sie den Neu- erscheinungs-Tag auf einen Freitag legten. Seitdem starte ich jeden Freitagnachmittag zum Plattenladen und grüße meinen Nachbarn, mit dem ich sonst immer gemeinsam zum Getränkemarkt gefahren bin. Hier also alle Intro-relevanten Platten der Woche, wie gewohnt versehen mit der entsprechenden Review oder ein, zwei Zeilen als Orientierung. Eine Anregung, wie immer ohne Anspruch auf Geschmackssicherheit und Vollständigkeit. Here we go:

Animal Collective - Hollinndagain (Paw Tracks/ Cargo)

Bernd Begemann - Ich Werde Sie Finden (Begafon/ Indigo)

Daniel Benjamin - Daniel Benjamin (Haldern Pop/ Cargo)

The Black Keys - Magic Motion (V2/ Rough Trade)

The Blow - Paper Television (Tomlab/ Indigo)

Billy Childish - My First Billy Childish Album (Damaged Goods/ Cargo)

Chumbawamba
- Get On With It (Edel)
Die Anarchisten-Combo gibt es schon bald 25 Jahre und hat sich nach der 'Tubthumper'-One-Hit-Wonder-Phase keinesfalls zur Ruhe gesetzt. In den letzten zwei Jahren waren sie überwiegend akustisch unterwegs und präsentierten eine Show, die A-Capella-Gesang, Folkmusik und beißenden Punkspirit vereinte. Wer jemals erlebt hat, wie Chumbawamba 'Bankrobber' von The Clash in einer A-Capella-Version anstimmen, oder wie sie sich bei ihrem bissigen Beitrag zum Thronjubiläum der Queen totlachen - der will diese CD im Schrank stehen haben.

Diverse
- Marie Antoinette (Verve/ Universal)

Diverse - Ein Freund Von Mir, Soundtrack (Warp/ Rough Trade)
Sebastian Schipper muss eine geschmackvoll zusammengestelle Plattensammlung haben. Das hat er schon bei seinem Regie-Debüt 'Absolute Giganten' bewiesen, wo er die Musik von Sophia wunderbar in seinen Film integrierte. Bei seinem neuen Buddy-Movie hat er sich wieder eine Band rausgepickt, die einen Großteil des Soundtracks stellt. Diesmal sind es Gravenhurst, die einige Songs (davon zwei Exklusiv-Tracks und zwei Remixe) stellen. Gute Wahl. Stattgegeben.

Deftones
- Saturday Night Wrist (Warner)

Escapologists - In Free Motion (DevilDuck/ Indigo)

Europe - Secret Society (Sanctuary/ Rough Trade)

Grafzahl - Kolepke zahlt (Tumbleweed/ Broken Silence)

Herbert - 100 Lbs (!K7/ Rough Trade)
Re-Release des Herbert-Debüts von 1996 mit zum Beispiel 'Thinking Of You' und dem grandiosen 'Friday They Dance'.

Janka - In Die Arme Von (Decoder/ Al!ve)

Lindstrøm - It's A Feedelity Affair (Feedelity/ Smalltown Supersound/ Rough Trade)

Lucky Jim - All The Kings Horses (Skint/ Red Ink/ Rough Trade)

The Melvins - A Senile Animal (Ipecac/ Soulfood)

Mercury Rev - Hello Blackbird O.S.T. (V2/ Rough Trade)
Keine Woche ohne Mercury Rev in dieser Liste. Schöne Sache das! Nach diversen Compilations jetzt also der Soundtrack zum Film 'Hello Blackbird' - einem düsteren Portrait über das Leben einer Zirkusfamilie.

Milburn - Well Well Well (Universal)
Es wundert nicht, dass diese Jungs mit den Arctic Monkeys auf Tour waren. Man bedient sich im selben Topf, kommt lyrisch natürlich nicht an die jungen Vorbilder ran, weiß aber trotzdem gut zu unterhalten mit naiven Teenager-Stories über das Leben und Leiden im englischen Nachtleben. 'Roll Out The Barrel' heißt der letzte Track - ein gutes Motto für diese Platte.

Moistboyz - IV (Schnitzel/ Rough Trade)

My My - Songs For The Gentle (Playhouse/ Neuton)

Naomi - Aquarium (Mole/ Intergroove)

Sophia - Technology Won't Save Us (City Slang/ Rough Trade)

Urlaub in Polen - Health & Welfare (Tomlab/ Indigo)

Whirlwind Heat - Types Of Wood (Brille/ Labels/ Emi)

The Who - Endless Wire (Polydor/ Universal)
Ganze 23 Jahre dauerte es, bis sich The Who mit einem neuen Album melden. Es kommt nicht von ungefähr, dass schon das neue Artwork eher an Pink Floyd als an die frühen Who erinnert. Auch Zitate wie dieses (von Pete Townshend) machen eher Angst: "Schon die Single 'Wire & Glass' funktioniert wie eine Mini-Oper, der Track beinhaltet sechs von zehn Tracks, die allesamt als eine Art Soundtrack für meine Novelle 'The Boy Who Heard Music' komponiert wurden."

Xzibit - Full Circle (Groove Attack)
"Pimp my record!" oder doch eher eine Album-Schrottkarre? Tatsache ist, das Westcoast-Rapper Xzibit wieder auf einem kleineren Label veröffentlicht und sich damit auch die Freiheit genommen hat, ein reiferes Werk abzuliefern. Auch Gäste wie The Game am Mic und Daz Dillinger am Mischpult zeugen von Geschmack.