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»Pish«

Pish

Pål Vindenes lässt seinen Job als Sänger bei Kakkmaddafakka für sein verträumtes Soloprojekt Pish ruhen. Trotz Alleingang scheint der typische Sound der norwegischen Exportband Nummer eins weiterhin federführend.

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Moon Man, Space, Big P oder eben auch Pish, der Kakkmaddafakka-Frontmann Pål Vindenes hat viele Spitznamen und Letzteren jetzt zum Titel seines Solodebüts gemacht. Schwer zu glauben, dass der Norweger bei dem vollgepackten Tour-Terminkalender seiner Band und deren schweißtreibenden Abrisskonzerten überhaupt noch Zeit und Muße für eine eigene musikalische Reise findet. Vielleicht ist »Pish« genau deshalb grundsätzlich von einem stetigen Kakkmaddafakka-Einfluss durchzogen. Trotz der grundlegenden Gemeinsamkeit, die darin besteht, dass sich Pish auch solo ganz dem gitarrenlastigen Indie-Pop verschrieben hat, verabschiedet sich die Platte ohne zu zögern von der Indie-Party-Playlist-Tauglichkeit und liefert stattdessen den Soundtrack zum melancholischen Tagträumen.

Musikalisch setzt Pish auf weiche, leichtfüßige Synthies und sanfte Surf-Pop-Gitarren. Das warme, bewusst antriebslos gehaltene Album fängt auf elegante und charmante Weise eine entspannte mediterrane Urlaubsstimmung ein. Ähnlich, wie wir es gerade in den langen Siesta-Sequenzen des Films »Call Me By Your Name« auf der Leinwand spüren konnten. Auch wenn Pål Vindenes diese Stimmung allein mit der Hilfe von Produzent und Young-Dreams-Sänger Matias Tellez auf sein Debüt gebracht hat, wurde dieses natürlich trotzdem vom Kakkmaddafakka-Kollegium abgesegnet. Schließlich erscheint die Platte beim »Hus«-eigenen Label Bergen Mafia. Solange die Norweger nichts anderes verbrechen als unbeschwerten Feelgood-Indie-Pop, gibt es zwar nichts zu meckern, aber eben auch keine Lobesergüsse.

Pish

Pish

Release: 04.05.2018

℗ 2018 Bergen Mafia