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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Closure«

Piano Magic

Mit barockem Art-Pop erklären Piano Magic ihren Rücktritt. Das ist traurig, denn »Closure« zeigt die Band mit elektronischen Experimenten und einer Rückkehr zur Reduktion in Bestform.
Geschrieben am
Leise tröpfelnde Sounds, nur eine verwaschene Gitarre und Lo-Fi-Drums reichen beim Titelsong von Piano Magics Abschiedsalbum »Closure«, um unter die Haut zu gehen. Eine einsame Stimme haucht Besinnliches ins Leere, und nur zaudernd traut sich jemand, sie zu stören. Die LP klingt wie kalter Rauch in einem dunklen Raum: voller Melancholie, Weltschmerz, Romantik und Eskapismus. Mastermind Glen Johnson hat in seiner Karriere schon mehrere Labels und Mitmusiker verschlissen. Ohne Streicher kamen Piano Magic natürlich nie aus, Johnson schraubt sie nun aber auf ein Level zurück, das die Welt nicht mehr unter ihrer Schmerzhaftigkeit erdrückt. Der Song selbst rückt auf »Closure« wieder deutlich in den Vordergrund, was aber nicht heißt, dass instrumentale Ausflüge ausbleiben. Sie stehen nur stets im Dienste des Liedes, des Gefühls, des Ausdrucks und verkapseln sich nie in Muckertum. Wenn man sich tragen lässt, dann trägt einen »Closure« wunderbar davon, hinaus ins tiefe blaue Meer. Eine Platte zwischen wunderbar traurig und heiter depressiv.

Piano Magic

Closure

Release: 20.01.2017

℗ 2017 Piano Magic under exclusive license to Second Language Music