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Bankrupt!

Phoenix

Das Intro-Titelbild #171 (Mai 2009) zu dem Album »Wolfgang Amadeus Phoenix« hätte wirklich auch gut zum Thema »Bankrupt!« gepasst, sah man dort doch die Band als Pleiten-Panzerknacker eine Wohnung ausräumen.
Geschrieben am

Vielleicht hat sie dieses Shooting seinerzeit ja tatsächlich inspiriert (man wird doch noch träumen dürfen ...). Der erste Spatenstich zur neuen Platte findet sich digital jedenfalls festgehalten vor fast genau zwei Jahren. Schnell sollte das alles bewusst nicht gehen, nach dem umfassenden Phoenix-Konsens des letzten Jahrzehnts lautete die Grundprämisse: Abwege gehen.

Ja, im Vorfeld und Netz wurde sogar von »dem experimentellen Album« gemunkelt. Doch auch wenn Phoenix 2013 tatsächlich spleeniger denn je klingen, ließen es sich die Franzosen aber doch nicht nehmen, aus ihrem Spleen astreinen elektrifizierten Pop (plus x) zu machen. Da elektrifizierter Pop keine neue Meldung bezüglich Phoenix darstellt, lohnt es, in die Klammer zu linsen. »Plus x« wird zum Beispiel im Opener »Entertainment« ziemlich hochgerechnet, asiatische Klänge und classic Wimp-Rock erweitern das Soundspektrum. Trotzdem ist die Stärke der Platte nicht ihre partiell galoppierende Open-Mindedness, sondern dass es Phoenix gelungen ist, aus der Offenheit, ja, dem Experiment so viel Hit zu schöpfen. »Bankrupt!« zeigt eine Band, die nicht stehen, aber dennoch zugänglich bleibt. Kann man auch beim Fahren aufspringen.

In drei Worten: Pop / Putzig / Experiment