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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Komm kuscheln

Philip Selway

Wer klampft denn da so schön auf der Gitarre und singt zerbrechlich-zarte Songs? Das kann doch unmöglich Radiohead-Drummer Philip Selway sein. Doch, er ist es!
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Wer klampft denn da so schön auf der Gitarre und singt zerbrechlich-zarte Songs? Das kann doch unmöglich Radiohead-Drummer Philip Selway sein. Doch, er ist es!



Soloalbum – ein lang gehegter Wunsch deinerseits oder eher ein Zufall?
Die Idee geisterte schon einige Zeit in meinem Kopf herum – so etwa sieben oder acht Jahre. Als ich anfing, Schlagzeug zu spielen, lernte ich gleichzeitig Gitarre, aber als wir dann mit Radiohead begannen, habe ich mich eben auf die Drums konzentriert und das Gitarrespielen eher vernachlässigt.
Aber Thom Yorke hat dich damals nicht hinters Schlagzeug gezwungen, oder?
Natürlich nicht [lacht]. Aber es war klar, dass wenn du mit einer Band ein Ziel verfolgst, du dich spezialisieren und auf ein Instrument konzentrieren musst. Trotzdem, die Idee mit den Solosachen behielt ich im Hinterkopf und schrieb auch immer mal wieder Songs. Ehrlich gesagt musste ich auch erst das Selbstbewusstsein entwickeln, mit den Sachen an die Öffentlichkeit zu gehen. Was wiederum ein paar Jahre gedauert hat [lacht], aber here I am now!
Mit seinem warmen Singer/Songwriter-Sound klingt „Familial“ überhaupt nicht nach jemandem, der hauptberuflich bei Radiohead spielt.
Na ja, es war mir schon wichtig, etwas machen zu können, was bei Radiohead so nicht möglich wäre. Auch wenn ich mich keinesfalls deren Einflüssen gegenüber verschließen wollte.
Und wann erscheint die nächste Radiohead-Platte, bei der Philip Selway wieder an den Drums sitzt? Und werden wir die im Laden kaufen oder nur downloaden können?
Wir arbeiten dran, wissen aber noch nicht, welchen Weg wir einschlagen wollen. Aber wenn wir alles fertig und komplett haben, dann setzen wir uns zusammen und denken über den bestmöglichen Weg zur Veröffentlichung nach. Wir sind ja in der glücklichen Lage, so lange warten zu können, bis wir mit der Arbeit fertig sind. Das ist durchaus ein Privileg.