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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Desire

Pharoahe Monch

"Der kriegt nicht den Support, den er verdient." Diesen Satz könnte sich Pharoahe Monch bereits jetzt auf seinen Grabstein meißeln lassen. Das Drama begann 1991, als er gemeinsam mit Prince Poetry als Organized Konfusion das selbst betitelte Debütalbum veröffentlichte. Aber 1997 trennte man sich fru
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"Der kriegt nicht den Support, den er verdient." Diesen Satz könnte sich Pharoahe Monch bereits jetzt auf seinen Grabstein meißeln lassen. Das Drama begann 1991, als er gemeinsam mit Prince Poetry als Organized Konfusion das selbst betitelte Debütalbum veröffentlichte. Aber 1997 trennte man sich frustriert nach zwei weiteren Platten. Sein Solodebüt "Internal Affairs" erschien dann zwei Jahre später, die HipHop-Welt schrie erneut: "Klassiker!" - wegen eines ungeklärten Samples gab es jedoch massig Probleme. Zwischenzeitlich verkaufte er sein Talent sogar als Ghostwriter für P. Diddy.

Geschlagene acht Jahre, ein versandetes Album und zahllose Label-Verhandlungen später steht jetzt endlich "Desire" in den Läden. Und scheinbar kanalisiert Pharoahe den Frust, die jahrelangen Enttäuschungen ganz ausgezeichnet: von Bitterkeit keine Spur. Stattdessen erweitert er die Sounderfahrungen mit irrlichternden Gospelchören, die immer mal wieder die Refrains zu Hymnen emporheben, croont sich als Black Elvis durch schrägen Pseudo-Soul. "Desire" hat für ein zeitgenössisches HipHop-Album eine ungemeine Dynamik, eine ungeheure Wucht. Die Reimerei? "I'm the pinnacle rhyme kid, and any line of mine is criminal minded. I blind 'em with original rhyme shit." Bitte fünfmal in affenartiger Geschwindigkeit wiederholen!