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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Reforma

Petsch Moser

Garish, Heinz Aus Wien, Jonas Goldbaum – noch nie was von gehört? In Österreich sind diese Bands jedenfalls richtig bekannt. Der junge Austro-Pop blüht, ohne dass man hierzulande groß Notiz von ihm nehmen würde. Und das, obwohl die neuen Protagonisten größtenteils Hochdeutsch singen, Sprachbarrieren
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Garish, Heinz Aus Wien, Jonas Goldbaum – noch nie was von gehört? In Österreich sind diese Bands jedenfalls richtig bekannt. Der junge Austro-Pop blüht, ohne dass man hierzulande groß Notiz von ihm nehmen würde. Und das, obwohl die neuen Protagonisten größtenteils Hochdeutsch singen, Sprachbarrieren also nicht als Erklärung vorgeschoben werden können. Auch Petsch Moser gehören zum erweiterten Kreis der Kategorie „groß in Austria, klein in Germany“. Im Falle dieser Band sind es aber wohl nicht nur die Berge, die im Weg stehen. Nicht dass die Musik unsympathisch wäre, im Gegenteil: Petsch Moser pflegen einen unaufgeregten, zurückgelehnten Folkrock mit chansonesken Anleihen, der sich wenig um angloamerikanische Checker-Hypes zu scheren scheint. Da gibt man sich lieber traditionalistisch. Was in solch einem Klangkosmos aber vonnöten wäre, sind Songs, die bestechen. Und hier wird man nicht wirklich fündig. Es wird viel getextet, aber nichts will hängen bleiben; was größtenteils am gleichbleibend ausdruckslosen Vortrag liegt: Beim Gesang wechseln sich nämlich alle Bandmitglieder paritätisch ab – richtig gut singen kann aber keiner. Unterm Strich bleiben Petsch Moser ein wenig profillos. Was irgendwie schade ist, Potenzial wäre nämlich schon da.