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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Arranging Time«

Pete Yorn

Pete Yorn, du hast doch bestimmt noch irgendwo Scarlett Johanssons Telefonnummer. Ruf sie bitte an.
Geschrieben am
Als Pete Yorn 2009 mit Scarlett Johansson kollaborierte, entstand das gemeinsame Album »Break Up« und damit eine Sammlung wundervoller Liebeslieder. Mag ja sein, dass es ungerecht ist, Künstler immer auf ihr eines gutes Werk zu beschränken. Aber es ist, wie es ist, und die Qualität von »Break Up« schimmert auf »Arranging Time« nur noch ganz selten durch. Genauer gesagt: »Roses« und »Halifax« sind schlichte Popsongs voll reduzierter Schönheit. »She Was Weird« punktet neben seinem Titel auch noch mit ein paar Keyboard-Spielereien. Aber dann versucht Yorn mit zu viel Bombast, zu viel Hall und zu vielen Loops seiner Stimme, die Langeweile seiner Songs zu vertuschen. Ist das Take That, oder kann das weg? Was vielleicht experimentierfreudig wirken soll, ist überladen und wird trotzdem nicht besser. Vielleicht bekommt Yorn ja bald einen Anruf von Zach Braff, falls dieser an einer weiteren hübschen Indie-Romantic-Comedy arbeitet. Dafür würden sich einiges auf »Arranging Time« eignen. Mit solchen Filmen teilen sich die meisten Songs aber leider auch die Berechenbarkeit. Harmoniesüchtige werden mit dem Album aber zufrieden sein.

Pete Yorn

ArrangingTime

Release: 11.03.2016

℗ 2016 Boyletown Music, Inc., Under Exclusive License To Capitol Records

Pete Yorn »Arranging Time« (Capitol / Universal / VÖ 11.03.16)