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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Safe In Its Place

Pelzig

Die putzigen Retter des Rock’n’Roll aus dem Süden Deutschlands oder die etwas andere Erfrischung am frühen Morgen. Das mache ich ja eher selten, um acht Uhr morgens aufstehen, Anlage an und im Zimmer wild herumtanzen. Passierte aber kürzlich tatsächlich, als ich die neue Pelzig ›Safe In Its Place‹ i
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Die putzigen Retter des Rock’n’Roll aus dem Süden Deutschlands oder die etwas andere Erfrischung am frühen Morgen. Das mache ich ja eher selten, um acht Uhr morgens aufstehen, Anlage an und im Zimmer wild herumtanzen. Passierte aber kürzlich tatsächlich, als ich die neue Pelzig ›Safe In Its Place‹ in den CD-Player legte und eine unglaubliche Rockdusche meinen verschlafenen Körper erfrischte. Dusch Das! Endlich noch mal hiesige Ausbrecher, die Gitarren wirklich unter Strom stellen und dem ewig verkropften Popper ordentlich ins Hinterteil treten. Schon zu Beginn wird mit ›Walk On By‹ meine elektrische Zahnbürste zum Instrument der wilden Luftgitarre. Die Haarbürste wird Maxi-Playback-Show-mäßig ›Just A Minute‹ missbraucht, und die Milch auf dem Ofen kocht über, weil meine rhythmische Tanzgymnastik zu ›A Fear Which We Call Love‹ alles um mich herum vergessen lässt. Jungsmusik, wie sie besser nicht sein kann. Da steht man gerne als Mädchen neben der Bühne und wartet, bis es dunkel wird. Die Ingolstädter erlangten bei mir die erste Aufmerksamkeit im Jahre 2001, als sie den Sampler ›Pop You Like A Hurricane‹ aus dem Hause Pitti Platsch 3000 respektabel rockten. Pelzig sind und bleiben eine Freundschaftssache, tauchen teilweise in einer anderen großen Ingoldstädter Band auf (Slut), und Buddy Mario Thaler hat im Studio wie so oft für sie gereglert. Neben unverwüstlichen Schrammelgitarren, Schlagwerkzeugen und authentischem Indie-Gesang haut Bassist Christian Schaller mal so richtig auf die Ohren. ›Trick Trick‹ bedarf ruhig mal größerer Zupf-Aufmerksamkeit. Bassisten sollten nicht immer im Hintergrund stehen. ›The Modern Harm‹ läutet dann zum Final Countdown ein. Hier werden die Haare länger, und der Metallsound dröhnt ins nächste Stadion. Da wächst mir doch fast ein Bart. Noch ein bisschen weniger ›Rocky Creek‹ und ›Salvation Army‹, und die Ingolstädter Dusche lasse ich gerne auch übermorgen wieder über mich ergehen.