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Stereo

Paul Westerberg

Einer der grundsätzlichen Unterschiede der amerikanischen zur europäischen Punktradition war immer die Einstellung zum Rock’n’Roll. Standen gerade die Anfänge des europäischen Punks im Zeichen einer Abwendung vom ihm, bewegten sich die Punkrocker aus Übersee nicht selten widerspruchslos in dessen Tr
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Einer der grundsätzlichen Unterschiede der amerikanischen zur europäischen Punktradition war immer die Einstellung zum Rock’n’Roll. Standen gerade die Anfänge des europäischen Punks im Zeichen einer Abwendung vom ihm, bewegten sich die Punkrocker aus Übersee nicht selten widerspruchslos in dessen Tradition. Spricht man über dieses Thema, fällt nicht selten der Name der amerikanischen Band The Replacements, die Punkrock mit vollen Händen aus dem Musikerbe Nordamerikas schöpfte. Paul Westerberg, der Kopf dieser einflussreichen Gruppe, stellt nun zeitgleich zwei Soloalben vor. Das hier besprochene Album “Stereo” widmet sich der ruhigeren Seite seines Liederkosmos’. Ein Durchhören von dieser Platte verdeutlicht, wie sehr Paul Westerberg immer noch in den traditionellen Musikwelten Amerikas verwurzelt ist. In guten Momenten erinnern seine Lieder angenehm an Indierock à la Robert Pollard oder Teenage Fanclub in ihrer Big-Star-Phase, ab und an drängt sich aber auch der Eindruck auf, dass diese Musik gut in G.W. Bushs favoriosierte Radiostation passen würde, Bluesschema und Cowboyhut inklusive.