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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Au Contraire

Pas Chic Chic

Die Erwartungshaltungen sind groß, wenn man liest, dass hier auch Musiker von Godspeed YBE, Set Fire To Flames und Fly Pan Am vertreten sind.
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Die Erwartungshaltungen sind groß, wenn man liest, dass hier auch Musiker von Godspeed YBE, Set Fire To Flames und Fly Pan Am vertreten sind. Die halbe Constellation-Belegschaft also.

Doch es kommt ganz anders. Gesungen wird auf Französisch. Für Montreal erst einmal nichts Ungewöhnliches. Aber auch die Musik orientiert sich an Frankreich, dem Frankreich-Pop der 1960er-Jahre, und zwar auf eine ziemlich krude Art und Weise: Sämtliche Spuren sind mit Mellotron und Farfisa-Orgel zugeklatscht worden. Es fiept, wabert und trällert wie in einem Science-Fiction-Soundtrack der Sechziger, als man sich die Zukunft noch als ein Meer aus bunten Seifenblasen vorgestellt hat. Dazu Melodien zwischen Schlager, Chanson und Psychedelic.

Doch das will alles nicht zusammenpassen, wirkt wie aus einem maßgeschneiderten Anzug entwachsen, der an allen Ecken und Enden zwickt und auseinanderquillt. "Au Contraire" hat leider nicht die Eleganz und Leichtfüßigkeit von Stereolab, sondern überträgt das Gefühlskino von Godspeed YBE etwas ungeschickt aufs Easy-Listening-Format.