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Paper Of Pins

Wells, Schneider, Whitehead, Morgenstern

Die Fab Four der Experimental-Musik haben mit "Paper Of Pins" ein weiteres musikalisches Kleinod geschaffen, das einzigartig und richtungweisend im genreübergreifenden Musikkontext ist.
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Die Fab Four der Experimental-Musik haben mit "Paper Of Pins" ein weiteres musikalisches Kleinod geschaffen, das einzigartig und richtungweisend im genreübergreifenden Musikkontext ist.


Mehr atmend als spielend eröffnet die Posaunistin Annie Whitehead das "Paper Of Pins"-Album, das sie mit einem illustren Musikerkollektiv eingespielt hat. Dazu gehören Barbara Morgenstern, die mit einer aparten Pianomelodie in den Eröffnungssong "Brown Recluse" einsteigt, Stefan Schneider, der einen warmen Basslauf beisteuert, sowie Bill Wells, der im Hintergrund die Samples arrangiert. Future Pilot AKA, Penguin Cafe Orchestra, To Rococo Rot, September Collective sowie diverse andere Musikprojekte stehen plötzlich im Raum, sofern man sich die Biografien der einzelnen Musiker vor Augen führt.

Allen Protagonisten gemeinsam ist, dass sie sich für die verschiedensten Musikgenres interessieren und dort einschlägige Erfahrungen gesammelt haben, ob es sich dabei um Jazz, Ska, Electro, Minimal Music oder Lo-Fi-Pop handelt. Diese Vielfalt zeichnet bereits das vor fünf Jahren erschienene Vorgängeralbum "Pick Up Sticks" aus, das nun in dem ebenso geschlossenen und zugleich komplexen "Paper Of Pins" weiterlebt. Diesmal hat jedoch Wells mit Schneider den Sampler getauscht, wodurch sich die Gewichtung der ehemals ausgeklügelten Electronica hin zu melodietragenden Instrumenten wie Posaune und Keyboards verlagert und mehr Raum für Abstraktionen entsteht. Die Fab Four der Experimental-Musik haben mit "Paper Of Pins" ein weiteres musikalisches Kleinod geschaffen, das einzigartig und richtungweisend im genreübergreifenden Musikkontext ist.