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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Highway Songs«

Papa M

Ein Depressionsschub hat 2015 für David Pajo zu einem Albtraum werden lassen. Nun wagt der Multi-Instrumentalist einen Neuanfang.
Geschrieben am
Musizieren war für David Pajo offensichtlich schon immer ein fester Bestandteil seiner Identität. Er war Will Oldhams Palace Brother, hat temporär bei Interpol, Tortoise und Zwan mitgespielt, mit Slint hat er den Postrock miterfunden und solo einige kleine Schätze veröffentlicht. War da noch mehr? Und ob. Doch dann verlor er die Bindung zum Leben und der Musik. Es folgte ein alarmierender Blog-Eintrag, ein Suizidversuch und schließlich sogar noch ein Motorradunfall, bei dem er beinahe ein Bein verlor. Sein erster musikalischer Atemzug nach dieser Lebenskrise ist eine Sammlung an Tracks, die die enorme Spannweite seines Schaffens offenbart. David Pajo hält sich dabei an absolut gar nichts, was eine Plattenfirma gut meinend raten würde. Er bringt alle Facetten seines Schaffens auf einem Album unter und lässt rohen Doom Metal, Klangexperimente und fragilen Folk als autonome Bestandteile aufeinanderprallen.

»Highway Songs« ist definitiv mehr ein Papa M-Album als eine der sanften Pajo-Songwriter-Platten. Jedes Stück ist eine Welt für sich und als Gesamtheit wirkt die Sammlung erschlagend. Doch als Hoffnungsschimmer und Zeugnis dessen, was wir mit David Pajo beinahe verloren hätten, ist »Highway Songs« äußerst kostbar. 

Papa M

Highway Songs

Release: 11.11.2016

℗ 2016 Drag City

Papa M »Highway Songs« (Drag City / Rough Trade / VÖ 11.11.2016)