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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Opus 1

Pan African Orchestra

Dieses außergewöhnliche Ensemble aus ursprünglich 108 Musikern zitiert. Die Zitate entnehmen die Musiker der Geschichte Afrikas, der Geschichte von Kolonisation, Zwangsrekrutierung und Unterdrückung. Zitate aus afrikanischen Volksweisen, senegalesischen Tänzen oder ghanaischen Protestliedern. Für di
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Autor: intro.de

Dieses außergewöhnliche Ensemble aus ursprünglich 108 Musikern zitiert. Die Zitate entnehmen die Musiker der Geschichte Afrikas, der Geschichte von Kolonisation, Zwangsrekrutierung und Unterdrückung. Zitate aus afrikanischen Volksweisen, senegalesischen Tänzen oder ghanaischen Protestliedern. Für die Produktion in PETER GABRIELs Studio wurde das Orchester auf 28 Musiker reduziert, ein immer noch imposantes Aufgebot der vielfältigsten Instrumentalisten. Hervorstechend sind multiple Rhythmen ('Akan Drumming') sowie berückende Flötenpassagen voller Weite und Melancholie ('Wia Concerto No1', 'Sisala Sebrew'). In der Musik erscheint das wohltuende Ausstrecken der Hand nach Bekanntschaft, nicht ein sich allem europäisch-/amerikanisch-immanentes Aufdrängen und Verkaufen. Vielleicht ist es auch die Gelassenheit und Milde der afrikanischen Welt, die aus den neun Stücken spricht. 'Opus 1' ist wie eine Wanderung oder vielmehr der Wunsch nach einer solchen durch weite Steppen ... mit dem ganzen romantischen Schmu, ohne dabei auf die großen Probleme zu verweisen, die wir Afrika schlußendlich bescheren. Diesen Weg der Bewußtmachung durchläuft die Platte in meinem Kopf, ohne es explizit zu wollen. Somit ist sie wichtig, wichtiger als ihr Inhalt, möchte man meinen.