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»Nowadays«

Palace Winter

Auch manche Dänen scheinen gerne The War On Drugs zu hören. Mit dem Americana ihres zweiten Albums holen Palace Winter langsam den Abstand zu dieser Band der Stunde auf.

Geschrieben am

Wer sich im Kopf gerne musikgeografische Stereotype bildet, würde wahrscheinlich behaupten: Dänemark hat mit Americana ungefähr so viel zu tun wie Neil Young mit Neil deGrasse Tyson. Dem Sonnenuntergang mit dem Wind im Haar entgegencruisen geht auf den Highways eben doch besser als auf der Öresundbrücke – Pech gehabt, Palace Winter! Dennoch trifft das in Kopenhagen ansässige Duo, bestehend aus Carl Coleman und Caspar Hesselager, mit seinen weiten Synthie-Flächen und unaufdringlichen Klavier- und Gitarrenmelodien direkt den Punkt im Kleinhirn, der für Sehnsucht und Freiheitsdrang zuständig ist.

Aber selbst wenn sich der Anteil analoger Instrumente im Vergleich zum viel gelobten Vorgänger »Waiting For The World To Turn« abermals erhöht hat, hinkt angesichts solch beeindruckend glasklar produzierter Songs wie »The Ballroom« der Vergleich mit den US-Indie-Psych-Fürsten doch sehr. Von Adam Granduciels Kritikerlieblingen unterscheidet Palace Winter außerdem noch ein gewisses Einknicken der Spannungskurve durch das abschließende Schlaflied »Kenopsia« und die stets angenehm häppchengerechte Songlänge. Klar: Über die Öresundbrücke zu cruisen geht eben doch recht fix.

Palace Winter

Nowadays

Release: 04.05.2018

℗ 2018 Tambourhinoceros