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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Oversteps

Autechre

Autechres "Oversteps" kombiniert deutlich wie nie zuvor Ansätze der Neuen Musik mit reduzierten, abstrakten Beats und verspielten Melodien.
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Autechres "Oversteps" kombiniert deutlich wie nie zuvor Ansätze der Neuen Musik mit reduzierten, abstrakten Beats und verspielten Melodien.

Zurückschreiten, fortschreiten, überschreiten. Autechre widmen sich hier den Entwicklungslinien der repetitiven minimalen Musik. Angefangen bei Steve Reich, Terry Riley oder La Monte Young, den Begründern der Minimal Music, bis hin zu Can, Eno und Fripp über Kraftwerk und Coil - bis Autechre letztlich bei sich selbst ankommen. Der Opener "r ess" beginnt mit einem extremen Fade-in, lange Zeit Stille, bis aus der Tiefe des Raums eine Fläche, die zwischen Licht und Dunkelheit wabert, emporschwebt - bis der schräg getaktete, reduzierte HipHop-Beat unterlegt wird und sich alles bricht.

Nicht nur über die folgenden zwei Stücke "ilanders" und "known(1)", wobei grade Letzteres an die alten Meister der Minimal-Schule erinnert, werden sich viele Autechre-Fans freuen, denn Booth und Brown feilen wieder verstärkt an Melodien. Zwischen Komposition und - na ja - Dekomposition pendelt "Oversteps" hin und her, zwischen Rauschen, Noise und Klarheit, Harmonie und Disharmonie. Autechre beschreiten einen Weg weg vom Fragmentieren, dabei erstaunlich oft beatfrei. Großes Ding.

In drei Worten: Erlösung / Klarheit / Rausch

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