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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Welcome To The Wonderful World

Operator

Scott McCloud von den seligen Girls Against Boys und New Wet Kojak hat zu meiner Überraschung nun auch ein Electro-Pop-Projekt laufen. Auf einer Europa-Tour lernte er den italienischen Producer Teho Teardo kennen, der schon mit Cop Shoot Cop und Pain Teens gearbeitet hat, und über den losen Austausc
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Scott McCloud von den seligen Girls Against Boys und New Wet Kojak hat zu meiner Überraschung nun auch ein Electro-Pop-Projekt laufen. Auf einer Europa-Tour lernte er den italienischen Producer Teho Teardo kennen, der schon mit Cop Shoot Cop und Pain Teens gearbeitet hat, und über den losen Austausch von Files via Internet entstanden nach und nach die Tracks des vorliegenden Debüts von Operator. Am interessantesten ist dabei die stellenweise Transformation von Scott McClouds Gesang in eine heiser flüsternde Pop-Stimme – vielleicht standen die alten Cabaret-Voltaire-Platten dabei Pate –, und auch könnerhaft geschriebenen Songs wie „Map“ und „She’s Cool“ steht das neue elektronische Gewand gut zu Gesicht. Soundtechnisch ist „Welcome To The Wonderful World“ allerdings leider doch reichlich rudimentär ausgefallen. Anfängerhaft, wie da an allzu oft gehörten Filtern rumgeschraubt wird und irgendwelche Müllhalden-Presets zur Aufführung kommen; unbegreiflich, warum den gewohnt ungeschminkten Texten solch indifferentes Billigplastik unterlegt wird. So bleibt diese Platte der lobenswerte Versuch, aus der Routine hinlänglich beackerten Terrains auszubrechen, bei dem allerdings noch deutlich Nachjustierungsbedarf besteht. Aber: Auch nicht alle Leute, die gute Electro-Musik machen, sind automatisch kickende Emo-Rocker.