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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Whatever Forever«

Oozing Wound

Die Plattenfirma will sie tot sehen. Irgendwann. Oozing Wound antworten mit Sci-Fi-Noise und Songs über US-Senatoren. Ein selbsternannter Soundtrack für den nächsten Rambo-Film.
Geschrieben am
Letzte Ausfahrt: Noise! Denn Thrash Metal wollen Oozing Wound nicht sein, obwohl: Jetzt jazzt Noisey sie schon zu den »Nirvana of thrash« hoch, und diese Vorlage muss natürlich ausgenutzt werden. Nirvana verkaufen immer noch Platten, gerade weil Kurt Cobain tot ist. Deswegen will Thrill Jockey das jetzt ausschlachten, den Finger noch tiefer in die nässende Wunde legen. Aber Zack Weil, Kevin Cribbin und Casey Marnocha lächeln das weg. Ihr Album, sagt Cribbin, sei, Volume-Regler hoch und auf richtigen Lautsprechern natürlich, perfekt für ein abendliche Bong-Session. Und besser als jedes bisher von der Band veröffentlichte Album. Der Grund: Sie sind alle besser geworden. Nicht schlechter.  

Und natürlich haben sie Recht. Auf zehn Liedern und drei Vinyl-Seiten breiten Oozing Wound ihre Klanggewitter aus, versehen mit ausgewählten Texten wie »Drain me, til dry, some men, don’t die, they don’t die. But I’ll be dead.« Da reibt sich die Plattenfirma die Hände, wir ziehen noch einmal an der Bong und was da blubbert, sind unsere Gedanken, die immer weiter abdriften. Alles ist mies, und mein Leben eine Lüge. Mit diesem Album aber eine außerordentliche Lüge. Oozing Wound stelle ich mir neben meine alten Amphetamine Reptile-Platten. 

Oozing Wound

Whatever Forever

Release: 14.10.2016

℗ 2016 Thrill Jockey Records