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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Only Revolutions

Biffy Clyro

Die Wogen werden noch weiter tragen: die drei Schotten gelingt der Alternativ-Durchmarsch des Restjahrs.
Geschrieben am



Langsam, mühsam, stetig haben sie sich hochgearbeitet - über einen Zeitraum von Jahren. Mit Erfolg. Jedes Album von
Biffy Clyro war ein bisschen besser und - warum auch nicht? - massentauglicher. Diesmal werden die Wogen wieder spürbar weiter tragen.

Schon "Saturday Superhouse" vom Durchbruchs-Album "Puzzle" landete auf Platz 13 in den UK-Charts. Diese Marke wurde nun bereits mit der Vorab-Single "Mountains" geknackt. Dabei sollten jene "Mountains" eigentlich bloß eine Stand-alone-Single sein, wurden dann aber, um die Kräfte zu bündeln, doch mit auf "Only Revolutions" gepackt. Und doch mag man Biffy Clyro kein Kalkül vorwerfen. Sie haben sich nirgendwo angebiedert und sind eben trotzdem bei einem größeren Publikum angelangt.

Bereits der Mitgröl-Part des ersten Stücks "The Captain" johlt davon Chöre. Und ja, es wird mächtig aufgefahren: Bläser, jede Menge Streicher, Piano. Aber die Songs sind, und das war auch schon auf "Puzzle" so, durch die Bank einfach gut, und so haben sie nichts zu befürchten. Außerdem ist es auch gar nicht so, als hätten Biffy Clyro mit noch mehr Pop-Appeal ihre Liebe zum Prog-Rock gänzlich verloren. Kein Song kommt ohne Gitarrenwand aus.



Und genau so wird sichergestellt, dass die Songs live auch ohne das dicke Orchester funktionieren werden. Sympathisch sind die drei Schotten zudem noch geblieben: Wo die neue Platte bei vielen Musikern schon aus Promotiongründen als "most heavy" oder "melodic" angekündigt wird, antwortete Simon Neil auf die Frage, wie das Album denn werde, schlicht: "The soft bits are softer, and the hard bits are harder ..." So sieht's aus.