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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Garden Of Delete«

Oneohtrix Point Never

»Garden Of Delete« nimmt sich als das höllische Gegenstück zum letzten OPN-Album »R Plus Seven« aus. Und das, obwohl es sich »G.O.D.« abkürzt.
Geschrieben am
Schon mal was von der Band Kaoss Edge und dem Genre »Hypergrunge« gehört? Wenn nicht, ist das nicht weiter erstaunlich. Denn beides hat sich Daniel Lopatin ausgedacht, um den dunklen Sound auf seinem neuen Album mit einer Geschichte zu versehen. Ebenso wie den Alien Ezra, von dem er sich im Vorfeld der Veröffentlichung interviewen ließ, das heißt: sich selbst interviewte. Lopatin, dieser musikalische Dr. Frankenstein unserer Zeit, hat mal wieder nichts unversucht gelassen, zu verwirren, zu zerstückeln und verquer wieder zusammenzusetzen.

Das Ausgangsmaterial sind diesmal jedoch nicht alte Werbespots wie bei »Replica« oder Kirchenchöre wie bei »R Plus Seven«, sondern E-Gitarren und Acid-Synthies. Denn man muss wissen, dass Lopatin zuletzt mit Nine Inch Nails und Soundgarden auf Tour war und – wie er Ezra verriet – stark von deren Musik beeinflusst wurde. Das Ergebnis ist nicht ganz so atmosphärisch einheitlich wie zuvor, aber immer wieder überraschend, faszinierend und zwischendurch auch erfreulich melodiös. Der Begriff »Hypergrunge« trifft es letztlich gar nicht so schlecht.
 

 -Oneohtrix Point Never »Garden Of Delete« (Warp / Rough Trade / VÖ 13.11.15)