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»Romance«

Oneida

Eklektizismus und Experimente, bis die Ohren bluten: Oneida machen es dem Hörer nicht leicht, sich an einer Melodie festzuhalten. Einfach fallen lassen und keine Angst vor einem harten Aufprall haben, lautet die Devise.

Geschrieben am

Die Oneida sind ein Indianerstamm, und der Name bedeutet: »das Volk des stehenden Steins«. Die Band Oneida hingegen besteht seit 1997 und ist ein Völkchen verschrobener Musiker, das sich einer eigenwilligen experimentellen Mischung aus Kraut, Elektronik, Psychedelic und Noise verschrieben hat, deren Konzepte für sie keine stehenden Steine sind, sondern umgestoßen werden müssen. Repetition bis zur Ohnmacht, Kompromisslosigkeit bis zum Exzess, Unberechenbarkeit als Prinzip: Oneida scheißen auf Konventionen, nicht einmal den motorisch treibenden Faden des Kraut, die hypnotisch beruhigenden Psychedelic-Strategien oder die umblasenden Mechanismen des Noise wollen sie in ihrem Musikgemisch bestehen lassen. Der Hörer kann sich nicht auf bekanntes Terrain verlassen, er muss den wackligen Boden betreten, den Oneida ihm bereitet haben. Manchmal kann er sich aber sogar kurz an etwas festhalten, wie an der mäandernden Melodie in »All In Due Time« oder dem dahinpluckernden »Good Lie«.

Das Album trägt den Titel »Romance«, und von Romantik haben die Art-Rocker Oneida eben auch eine andere Vorstellung als die Masse: Blumen und Pralinen kann jeder, den Skalp eines Schädels voller musikalischer Ideen überreicht zu bekommen ist ihrer Ansicht nach hingegen die Krönung. 

Oneida

Romance

Release: 09.03.2018

℗ 2018 Joyful Noise Recordings & Oneida

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