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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Wie die Eichhörnchen

Okta Logue im Gespräch

Mit einem Fuß in der Vergangenheit, mit dem anderen im Jetzt. Oder doch nicht? Okta Logue scheren sich nicht um die zeitliche Einordnung ihrer Musik. Auch nicht auf ihrem dritten Album »Diamonds And Despair«. Ihre Energie verwenden sie lieber für die Songs selbst. Und für ein Gespräch mit uns über deren Entstehung und tierische Momente im Studio
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Da können sie noch so viel in Europa und Übersee unterwegs sein, das Herz des Quartetts Okta Logue schlägt weiterhin für seine hessische Heimat. Dort entstand auch das Grundgerüst des neuen Albums »Diamonds And Despair«, das sich klanglich noch ein bisschen tiefer in die Psychedelic-Rock-Soundästhetik der 60er und 70er hineingräbt als seine beiden Vorgänger. Der rote Faden in die Vergangenheit bleibt im Werk unverkennbar, eine Schlinge wickelt sich die Band aber nicht daraus. Dafür gibt es laut Sänger Benno Herz zwischendurch zu viele spannende Perspektiven als lohnenswerte Abzweigung: »Jetzt hatten wir Lust auf 90er-Synthesizer, Air-Geschichten und Soul- und HipHop-Einflüsse, was die Beats angeht. Der Kern, wie wir kreativ zusammenarbeiten, ist aber beständig geblieben.« 

Um diesen zu festigen, legten die vier Mitglieder großen Wert auf eine ausführliche Phase der Vorproduktion. Aus gutem Grund, wie Benno hinzufügt: »Wir haben schon vorab gemerkt, dass wir vielschichtiger arbeiten wollten. Gerade, weil einem im Studio gerne die Zeit davonläuft.« Ein Eindruck, der von Gitarrist Philip Meloi bestätigt wird: »Diese Phase hat uns geholfen, einen guten Überblick zu bekommen. Wir konnten die Dinge dadurch viel zielgerichteter angehen.« 

Genug Zeit für Fragezeichen im Kopf blieb der Band später im Studio aber immer noch. Oder für plötzlich auftretende animalische Verhaltensmuster: »Ich werde immer ganz hibbelig, wenn es konkret wird. Man verbringt Tage im Studio, und ich bin herumgelaufen wie ein Eichhörnchen«, verrät uns Benno. Es muss ein klanglich gut genährtes Eichhörnchen gewesen sein – eines, das selbstbewusst genug ist, zum nächsten Sprung anzusetzen ... 
– Okta Logue »Diamonds And Despair« (Virgin / Universal / VÖ 15.04.16) Auf Tour vom 04.05. bis 03.06.